Good Boy – Trust His Instincts

Der Horror-Thriller „Good Boy – Trust His Instincts“ greift Erwartungen an das Zusammenspiel von Angst, Nähe und Wahrnehmung auf, denn das Genre arbeitet oft mit vertrauten Räumen, die plötzlich bedrohlich wirken. Gleichzeitig verschiebt der Film durch seine Perspektive die üblichen Blickachsen, weil er das Verhältnis zwischen Mensch und Tier in eine still vibrierende Spannung setzt, die körperliche Fragilität ebenso einbindet wie alltägliche Routinen.

Good Boy - Trust his Instincts
Dauer: 73 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Ben Leonberg
Produzenten: Kari Fischer, Brian Goodheart, Ben Leonberg
Hauptdarsteller: Indy (ein Hund), Shane Jensen, Larry Fessenden
Nebendarsteller: Arielle Friedman, Anya Krawcheck, Stuart Rudin
Studio: What’s Wrong With Your Dog?
Sprachen: Deutsch, Englisch

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In diesem Rahmen zieht Todd mit seinem Hund Indy in die abgelegene Hütte des verstorbenen Großvaters, da ihn seine Krankheit zunehmend schwächt. Während der Wald und das Haus alltägliche Geräusche hervorbringen, reagiert Indy auf Schatten, Gerüche und Bewegungen, die Todd kaum wahrnimmt. Zugleich verschlechtert sich Todds Zustand sichtbar, wodurch nächtliche Zwischenfälle zunehmen und die Atmosphäre kippt. Als Indy schließlich allein vor den letzten Ereignissen steht, bleibt die Frage, was ihn im Kern antreibt?

Besetzung, Drehorte & Infos

Der Horror-Thriller „Good Boy – Trust His Instincts“ erschien 2025 und dauert 73 Minuten. Ben Leonberg führte Regie und schrieb das Drehbuch mit Alex Cannon. Sam Boase-Miller komponierte die Musik. Wade Grebnoel übernahm die Kamera. Curtis Roberts verantwortete den Schnitt. Indy spielte Indy. Shane Jensen verkörperte Todd. Larry Fessenden spielte Todds Großvater. Arielle Friedman stellte Vera dar. Anya Krawcheck trat als Ärztin auf. Stuart Rudin spielte Richard. Max spielte Bandit.

Die Dreharbeiten liefen über drei Jahre an über 400 Tagen. Leonberg und Produzentin Kari Fischer lebten am Waldhaus, das als Drehort diente. Edgar Allan Poes „Der Untergang des Hauses Usher“ prägte die Gestaltung. Viele Aufnahmen nutzten eine Regenmaschine oder echten Nebel. Leonberg führte Compositing selbst durch und entfernte sich später aus Szenen. Das Team drehte nur wenige Einstellungen täglich. Diese Methode erleichterte Indys Vorbereitung. Die Premiere erfolgte am 8. März 2025 beim South by Southwest Film Festival. Es folgten weitere Festivalvorführungen in Nordamerika und Europa.

„Good Boy – Trust His Instincts“ erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter eine lobende Erwähnung beim Scariest Feature Film Award. Indy erhielt eine Very Special Mention in Seattle. Leonberg gewann den Goldenen Oktopus in Strasbourg. Der Film startete weltweit erfolgreich und erreichte 8.7 Millionen Dollar.

Inhalt & Handlung vom Film „Good Boy – Trust His Instincts“

Todd lebt mit seinem Hund Indy zusammen und kämpft wegen einer Lungenkrankheit ständig mit Blut hustender Schwäche. Deshalb verlässt er seine Stadtwohnung und zieht in die abgelegene Hütte seines verstorbenen Großvaters. Dort sucht er Ruhe, doch Bandit, der Hund des Großvaters, bleibt verschwunden. Bald besucht Todd die Grabsteine seiner Familie und trifft dabei den Nachbarn Richard. Indy untersucht anschließend das alte Haus, entdeckt merkwürdige Schatten und reagiert auf flackernde Lichter. Todd bemerkt diese Unruhe zwar, verdrängt jedoch seine wachsende Angst. Schließlich verdichtet sich Indys Misstrauen, weil unsichtbare Reize überall im Haus auftauchen. Indy bleibt dennoch aufmerksam. Er beobachtet jede Bewegung.

Indy erlebt verstörende Visionen, die seinen Schlaf stören und Todd weiter verunsichern. Er sieht den Großvater als trübe Erscheinung sowie eine schlammige Gestalt, die aus dunklen Winkeln greift. Außerdem führt ihn ein Bild von Bandit zu dessen Halstuch. Todd verliert durch seine Krankheit zunehmend Kraft und behandelt sowohl Vera als auch Indy immer abweisender. Gleichzeitig erkennt Indy Todds zunehmende Schattenhaftigkeit und reagiert ängstlich. Nachts findet Indy Todd, der seinen Kopf gegen die Kellertür stößt. Diese Szenen verschärfen Indys Sorge, weil Todd kaum noch zwischen Realität und Wahn unterscheidet. Indy bleibt dennoch entschlossen und beobachtet Todd genau. Er hofft auf Ruhe.

Todds letztes Ringen im Dunkel

In einer weiteren Nacht hält Todd Indy im Schlaf so fest, dass der Hund panisch reagiert und Todds Finger beißt. Todd stürzt daraufhin in einen anderen Raum und bleibt dort erschöpft liegen. Weil die Tür zufällt, springt Indy verzweifelt durch ein Fenster und sucht Richard. Doch eine Fuchsfalle verletzt ihn schwer. Anschließend kettet Todd den Hund draußen an, obwohl Indy nur helfen wollte. Während der Nacht greift die schlammige Hand aus dem Hundehaus an. Indy reißt sich los und will fliehen, entscheidet sich jedoch um, als er Todds keuchende Laute hört. Indy folgt jeder Spur mit angespannter Aufmerksamkeit. Er bleibt.

Die geöffnete Kellertür lockt Indy ins Haus, wo Bandits Körper auf den Stufen liegt. Oben entdeckt er Todd scheinbar lebend, doch eine Lampe enthüllt dessen leblosen Körper im Bett. Die schlammige Gestalt zieht Todd mit einer Kette in den Keller. Indy rennt hinterher und versucht entschlossen, Todd aus dem Gewölbe zu ziehen. Schlamm bedeckt bald sein eigenes Fell. Todd sagt ihm, er sei ein guter Junge, könne ihn jedoch nicht retten. Danach verschwindet Todd in der Finsternis. Indy bleibt allein im Keller zurück und verharrt dort bis zum Morgen. Indy wartet still und behält jede Bewegung im Dunkeln im Blick.

Am Morgen erreicht Vera die Hütte, weil sie Todd nicht mehr telefonisch erreicht. Sie findet im Haus seine Leiche und bemerkt sofort die offene Luke zum Keller. Dort ruft sie Indy, der erschöpft erscheint. Der Hund schaut kurz zurück, bevor er zu ihr läuft. Gemeinsam verlassen sie das Haus und bewegen sich zum Auto. Vera führt Indy aus dem Wald, während der Hund die letzten Stunden still verarbeitet. Trotz der Erschütterung folgt Indy ihr treu. Schließlich endet die Nacht voller Schrecken im Tageslicht, doch die Erinnerungen bleiben. Indy atmet ruhig und bleibt nah bei Vera während sie weiter fahren gemeinsam.

Filmkritik und Fazit zum Film „Good Boy – Trust His Instincts“

Ben Leonberg setzt mit „Good Boy – Trust His Instincts“ auf eine ungewöhnliche Perspektive und erreicht damit erstaunliche Wirkung. Obwohl das Konzept risikoreich wirkt, trägt der Fokus auf den Hund die Spannung konsequent. Gleichzeitig erzeugen die dichten Bilder eine bedrückende Atmosphäre, doch bleiben manche Muster vorhersehbar.

Trotz kleiner Wiederholungen überzeugt der Film, weil er sein Tier ernst nimmt und dadurch glaubwürdig bleibt. Zudem arbeitet die Kamera präzise und verstärkt die klaustrophobische Stimmung des Hauses. Allerdings nutzen sich einige Schreckmomente ab, während die ruhigen Passagen deutlich stärker wirken. Dennoch hält die Inszenierung die emotionale Ebene kontinuierlich stabil.

Unabhängig von dramaturgischen Schwächen gelingt Leonberg ein bemerkenswert persönliches Debüt, das durch Hingabe beeindruckt. Außerdem entwickelt die Beziehung zwischen Todd und Indy eine unerwartet tragende Kraft. Zwar bleibt die Handlung überschaubar, jedoch entfaltet der Film durch seine Perspektive echten Reiz. Insgesamt entsteht so ein atmosphärisch dichter Horrorbeitrag, der nachhaltig wirkt.

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