Star Trek Beyond

Im Zentrum des modernen Science-Fiction-Kinos behauptet sich „Star Trek Beyond“ als Beitrag, der eine lang gewachsene Vorstellung gemeinsamer Zukunftsentwürfe aufruft und zugleich den Blick auf die fragile Balance zwischen Routine und Aufbruch richtet. Das Motiv einer Crew, die nach Jahren im All ihre Rollen neu ordnet, legt ein Spannungsfeld offen, das sowohl persönliche Zweifel als auch strukturelle Abhängigkeiten sichtbar macht und dadurch ein komplexes Gefüge entstehen lässt.

Star Trek Beyond
Dauer: 123 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Justin Lin
Produzenten: Lindsey Weber, Roberto Orci, J.J. Abrams
Hauptdarsteller: Chris Pine, Idris Elba, Zachary Quinto
Nebendarsteller: Zoë Saldaña, Karl Urban, Anton Yelchin
Studio: Viacom
Sprachen: Deutsch, Englisch

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Die Handlung setzt an, als ein diplomatischer Versuch misslingt und die Enterprise kurz darauf einen Notruf aus einem unkartierten Gebiet erhält. Der Einsatz führt die Crew in einen Nebel, der einen Angriff auslöst und das Schiff zerstört. Die Überlebenden landen verstreut auf einem Planeten und sammeln sich in einem alten Raumschiff, während ein Gegner seine Pläne vorantreibt und eine gefährliche Waffe aktiviert. Wie reagieren sie auf die eskalierende Bedrohung?

Besetzung, Drehorte & Infos

Star Trek Beyond“ erschien 2016 als US-amerikanischer Science-Fiction-Film und dauerte 123 Minuten. Justin Lin führte Regie und setzte das Drehbuch von Simon Pegg und Doug Jung um. Michael Giacchino komponierte die Musik, während Stephen F. Windon die Kamera verantwortete und Greg D’Auria, Dylan Highsmith sowie Kelly Matsumoto den Schnitt übernahmen. Chris Pine spielte Capt. James T. Kirk, daneben traten Idris Elba, Zachary Quinto, Zoë Saldaña, Karl Urban und Anton Yelchin auf. Gedreht wurde in Vancouver, Squamish, Seoul und Dubai. Der Film erhielt eine FSK-Freigabe ab zwölf Jahren.

Die Produktion begann nach der Fertigstellung des vorläufigen Drehbuchs im Jahr 2014 und endete im Oktober 2015. Paramount verschob den Kinostart mehrfach, veröffentlichte den Film jedoch schließlich im Juli 2016. Die Filmmusik umfasste 18 Titel und erschien Ende Juli 2016. Rihanna steuerte den Song Sledgehammer bei. Der Film würdigte Leonard Nimoy und Anton Yelchin. J. J. Abrams, Bryan Burk, Roberto Orci und Justin Lin produzierten das Projekt.

Star Trek Beyond erhielt zahlreiche Nominierungen, darunter Auszeichnungen für Make-up und mehrere Nennungen bei den Saturn Awards. Weitere Nominierungen folgten bei den Critics’ Choice Movie Awards, den Hollywood Music In Media Awards, der IFMCA sowie der Oscarverleihung 2017. Der Film blieb wirtschaftlich hinter den Erwartungen zurück und erreichte weltweit 343,5 Millionen Dollar.

Inhalt & Handlung vom Film „Star Trek Beyond“

Die Enterprise erkundet seit drei Jahren entlegene Regionen, doch ein diplomatischer Versuch scheitert, als Kirk einem fremden Volk ein altes Artefakt anbietet. Die Reaktion fällt heftig aus, weshalb er verletzt zur Enterprise zurückkehrt. Danach spürt er zunehmende Erschöpfung und bewirbt sich heimlich für eine Position auf der Raumstation Yorktown. Die Crew erreicht die Station, um Vorräte aufzunehmen, während Spock vom Tod seines älteren Selbst erfährt und eigene Entscheidungen über seine Zukunft trifft. Kurz darauf meldet sich Kalara, die behauptet, ihre Besatzung im Nebel verloren zu haben und dringend Unterstützung benötigt. Sie schildert große Gefahr für ihre Crew im entlegenen Gebiet.

Die Enterprise startet trotz der unklaren Lage ihre Mission im Nebel, doch ein massiver Schwarm kleiner Angreifer trennt schnell zentrale Schiffsteile und erzwingt die Evakuierung. Viele Kapseln werden abgefangen, während einige verstreute Gruppen den Planeten erreichen. Kirk und Chekov suchen die Untertassensektion, um ein Signal auszusenden, während McCoy den verletzten Spock stabilisiert und dessen Hinweise auf die Herkunft des Artefakts prüft. Gleichzeitig trifft Scotty auf Jaylah, die im versteckten Wrack der USS Franklin überlebt hat. Sie erkennt in Krall ihren grausamen Feind, weshalb sie Scotty unterstützt und zugleich ihre eigene Flucht vorbereitet und dabei stets vorsichtige Schritte durch die Ruinen.

Edisons Angriff auf Yorktown

Nach und nach sammelt sich die verstreute Crew in der Franklin, während Kirk erkennt, dass Kalara als Lockvogel agierte und Krall das Artefakt suchte. Die Falle gelingt jedoch nur teilweise, denn Kirk versteckte das Objekt rechtzeitig. Krall setzt inzwischen eine vollständige Biowaffe zusammen und testet sie grausam an Syl. Die Gruppe plant daraufhin eine Befreiung der Gefangenen und nutzt dafür den modifizierten Transporter der Franklin. Gemeinsam besiegen sie Kralls Truppen und entdecken schließlich Edisons Identität, die Uhura auf alten Aufnahmen erkennt. Edison nährt sich weiterhin durch das Absaugen fremder Lebenskraft, was seine Motivation und seinen Zorn gegen die Föderation verstärkt.

Die Crew setzt die Franklin instand und startet vom Planeten, obwohl die Lage bedrohlich bleibt. Kirk erkennt, dass Edison Yorktown angreifen will, weshalb er sofort reagiert. Während die Flotte des Feindes auf die Station zufliegt, entwickeln Spock und Scotty eine Methode, um den Schwarm auszuschalten. Sie senden starke Musiksignale auf dessen Frequenzen und zerstören damit die koordinierte Formation. Yorktown unterstützt den Plan, wodurch die meisten Angreifer zerfallen. Dennoch dringt Edison mit der fertigen Waffe zum Zentrum der Station vor, um dort massiven Schaden anzurichten und seinen Racheplan vollständig umzusetzen, bevor Kirk eingreift und einen letzten Konflikt im inneren Bereich beginnt.

Kirk stellt Edison im schwerelosen Zentrum und verhindert den Einsatz der Waffe, indem er ihn schließlich ins All schleudert, wo die Biowaffe tödlich reagiert. Spock und McCoy retten Kirk kurz darauf rechtzeitig. Yorktown bleibt damit unversehrt, obwohl Edisons Angriff beinahe Erfolg hatte. Die Crew überblickt anschließend die Ereignisse und erkennt, wie sehr Zusammenarbeit ihre Stärke bildet. Kirk und Spock entscheiden sich bewusst für den Verbleib auf dem Schiff. Danach nimmt die Mannschaft ihre Mission wieder auf. Die neue Enterprise startet daraufhin, während alle Beteiligten trotz der Verluste entschlossen bleiben und ihren Weg fortsetzen und künftig jede neue Herausforderung gemeinsam tragen.

Filmkritik und Fazit zum Film „Star Trek Beyond“

Star Trek Beyond“ setzt deutlich auf Tempo, doch Justin Lin wahrt dabei den Kern der Reihe. Die Inszenierung überzeugt mit klarer Dynamik, obwohl einzelne dramaturgische Akzente flach bleiben. Zwar erreicht der Bösewicht keine große Tiefe, jedoch trägt Idris Elbas Präsenz den Konflikt solide. Lin verbindet klassische Abenteuerlust mit moderner Blockbuster-Ästhetik, wodurch der Film trotz kleiner Schwächen frisch wirkt. Die Crew zeigt spürbare Energie und belebt vertraute Rollen. Gerade diese Ensemblekraft trägt viele Szenen, während das Drehbuch bewusst lockere Töne nutzt. So entsteht ein stimmiger Rhythmus, der die Handlung effektiv vorantreibt.

Der Film liefert beeindruckende Action, wobei Lin ohne übertriebene Effekte auskommt. Die raumgreifenden Bilder besitzen Wucht, jedoch nie Selbstzweck. Gleichzeitig entstehen ruhige Momente, die den Figuren Raum geben, ohne den Fluss zu bremsen. Dadurch erhält die Geschichte mehr Ausgewogenheit als im direkten Vorgänger. Wenngleich manche Ideen etwas konventionell wirken, überzeugt die Gesamtkomposition. Die klare Struktur hilft, den Plot nachvollziehbar zu halten. Zudem stärkt der Humor das Gemeinschaftsgefühl der Crew. Dadurch wirkt der Film nahbar und zugleich ambitioniert. Diese Mischung trägt maßgeblich zur positiven Wirkung bei.

Spürbar richtet Beyond den Blick stärker auf Roddenberrys Idealismus, auch wenn Lins Handschrift stets präsent bleibt. Die Rückkehr zum Erkundungsgeist wirkt wohltuend, allerdings bleiben politische Aspekte angedeutet. Dennoch erzeugt der Film ein Gefühl von Aufbruch, das den Reboot-Kurs sinnvoll ergänzt. Lin schafft es, die Balance zwischen Nostalgie und Modernität zu halten. Dadurch gewinnt der Film eine sympathische Leichtigkeit. Star Trek Beyond zeigt ein Franchise, das seine Stärken kennt und sie wieder deutlicher betont.

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