Tron: Ares

In einer Zeit, in der technische Systeme grundlegende Fragen nach Autonomie und Kontrolle auslösen, positioniert sich „Tron: Ares“ als Werk, das den Konflikt zwischen digitalen Konstrukten und realen Institutionen in konzentrierter Form spiegelt. Der Film wirkt wie eine strukturelle Verhandlung über Handlungsspielräume, Verantwortung und die Grenzen programmierter Logik, während sich alte Linien zwischen Konzernen, Erbe und technischer Vision neu verschieben und unerwartete Allianzen entstehen.

Tron: Ares
Dauer: 119 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Joachim Rønning
Produzenten: Sean Bailey, Jared Leto, Steven Lisberger
Hauptdarsteller: Jared Leto, Greta Lee, Evan Peters
Nebendarsteller: Jodie Turner-Smith, Hasan Minhaj, Gillian Anderson
Studio: Sean Bailey Production
Sprachen: Deutsch, Englisch

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Eve Kim erkennt in Flynns verborgener Arbeit die Möglichkeit, digitale Körper dauerhaft zu stabilisieren, doch dieser Fund bringt Dillinger Systems sofort in Bewegung. Ares verfolgt sie zunächst auf Grundlage Julians Vorgaben, entwickelt jedoch zunehmend eigene Prioritäten, während Athena energisch die vorgegebenen Ziele sichert. Eve gelangt mit Seth zur ursprünglichen Grid, wo Ares schließlich Zugang zum gesuchten Code erhält und in die reale Welt zurückkehrt. Welcher Schritt folgt aus dieser neuen Freiheit?

Besetzung, Drehorte & Infos

„Tron: Ares“ ist ein US-amerikanischer Action-Science-Fiction-Film von Joachim Rønning und erschien 2025 mit einer Laufzeit von 119 Minuten sowie der Freigabe FSK 12. Das Drehbuch verfassten Jesse Wigutow und David Digilio, während Nine Inch Nails die Musik beitrugen und Jeff Cronenweth die Kamera übernahm. Tyler Nelson verantwortete den Schnitt. Jared Leto spielt Ares, daneben treten Greta Lee als Eve Kim, Evan Peters als Julian Dillinger, Jodie Turner-Smith als Athena, Hasan Minhaj als Ajay Singh, Gillian Anderson als Elisabeth Dillinger und Jeff Bridges als Kevin Flynn und Clu auf. Disney veröffentlichte den Film am 10. Oktober 2025 in den USA.

Die Dreharbeiten begannen nach Streikverschiebungen im Januar 2024 unter dem Arbeitstitel Velcro. Das Team drehte unter anderem in Vancouver und arbeitete bis zum Abschluss am 1. Mai 2024. Disney präsentierte erstes Bildmaterial Ende Februar 2024. Weitere Einblicke folgten bei Auftritten des Ensembles auf der D23 2024, bei D23 Brazil 2024 sowie bei CinemaCon 2025. Der offizielle Trailer erschien am 17. Juli 2025 und enthielt den neuen Titel „As Alive as You Need Me to Be“.

Das Soundtrack-Album mit 24 Stücken wurde am 19. September 2025 veröffentlicht. Marvel kündigte später Tron: Ares-Variantencover für Oktober-Titel an. Eine zeitlich begrenzte Themenüberarbeitung der Attraktion Tron Lightcycle Power Run startete im September 2025.

Inhalt & Handlung vom Film „Tron: Ares“

Fünfzehn Jahre nach Sams Versuch, seinen Vater aus der Grid zu retten, konkurrieren ENCOM und Dillinger Systems um die Umsetzung digitaler Entitäten. Eve Kim führt ENCOM, während Julian Dillinger das Firmenimperium seines Großvaters weiter ausbaut. Eve reist mit Seth Flores zu einer abgelegenen Station, die Kevin Flynn vor Jahrzehnten aufgebaut hat. Dort suchen beide den sogenannten Permanence Code, der digitale Konstrukte stabilisieren soll. Sie entdecken schließlich die entscheidende Sequenz und übertragen einen digitalen Orangenbaum in die reale Welt. Der Baum bleibt jedoch nur begrenzt bestehen, doch das Ergebnis motiviert das Team trotzdem. So arbeiten sie beharrlich weiter am Projekt gemeinsam.

Ares tritt gleichzeitig bei einer Präsentation für Anteilseigner auf und zeigt überraschend Selbstbewusstsein. Julian bezeichnet ihn als entbehrlichen Soldaten, doch Ares registriert dessen Gleichgültigkeit. Danach nutzt Julian das Programm für einen Angriff auf ENCOMs Grid, wodurch eine heftige Sicherheitskonfrontation entsteht. Ares lädt Eves persönliche Daten herunter, während Eve und Seth mit dem Code zurückkehren. Bei der anschließenden Flucht versucht Ares eigenmächtig, ein verletztes Programm zu retten, doch Julian greift ein und zieht ihn gewaltsam ab. Eve entkommt zwar, jedoch bleibt die Bedrohung bestehen, denn Julian treibt die Suche nach dem Code immer rücksichtsloser voran. Er lässt keinen möglichen Hinweis unbeachtet.

Konflikte zwischen ENCOM und Dillinger

Eve zerstört später den Datenträger, als Ares sie in einem Hafen stellt, doch der Akt offenbart seine Fähigkeit zur Empathie. Julian digitalisiert sie dennoch auf die Dillinger Grid, während Ares und Athena zerfallen. Danach behauptet Ares, er könne den Code mithilfe von Eves Identitätsscheibe zurückholen, was sie jedoch töten würde. Julian akzeptiert das Risiko sofort. Ares täuscht Athena jedoch kurz darauf, indem er ihre Befehle verschleiert und einen Handel mit Eve anstrebt. Athena merkt bald den Betrug, informiert Julian und erhält den Auftrag, Ares auszuschalten. Beide fliehen daraufhin gemeinsam vor ihren Verfolgern und suchen verzweifelt nach einem gangbaren Ausweg zusammen.

Auf dem Weg zu ENCOM erkennt Ares, dass Eve den Code aus persönlichen Zweifeln suchte, während sie eine mögliche Kopie in Flynns altem Büro vermutet. Seth unterstützt beide beim Transfer in Flynns ursprüngliche Grid. Athena zerstört den Partikellaser und verfolgt Eve, zeigt jedoch kurz Bewusstsein, bevor sie verschwindet. Ajay und Erin treffen ein, und das Team plant, Ares mithilfe von Athenas Laser zu befreien. Elisabeth übernimmt erneut ENCOM, doch Athena erscheint und tötet sie wegen Julians kompromissloser Anweisung. Ares begegnet anschließend einem Aspekt von Flynn, der ihm den Permanence Code gewährt und ihn schließlich zur Rückkehr vorbereitet für seinen Einsatz.

Nachdem Ares in der realen Welt erscheint, konfrontiert er Athena, die Eve gefangen hält, und verhindert ihre Rückkehr zur Dillinger Grid. Ajay, Seth und Erin dringen gleichzeitig in das System ein und legen das Hauptnetzwerk lahm. Athena erliegt später ihren Verletzungen und zerfällt in Ares’ Armen. Die Behörden stürmen das Gebäude, doch Julian digitalisiert sich im letzten Moment. Eve und Ares entscheiden sich für getrennte Wege, während ENCOM den Code für globale Verbesserungen nutzt. Schließlich sendet Ares eine Postkarte an Eve und plant eine Suche nach Sam und Quorra. Julian verändert sich währenddessen tiefgreifend auf seiner beschädigten digitalen Umgebung weiter.

Filmkritik und Fazit zum Film „Tron: Ares“

„Tron: Ares“ beeindruckt zwar mit starker Optik, doch er umschifft echte Tiefe. Dennoch fasziniert das visuelle Konzept, weil es Neonästhetik und Realwelt geschickt verknüpft. Allerdings bleibt das emotionale Fundament dünn, obwohl die Themen KI und Identität großes Potenzial bieten. Trotzdem erzeugt die dichte Atmosphäre immer wieder Zugkraft. So entsteht ein Film, der visuell glänzt, aber erzählerisch nicht alles ausschöpft. Dadurch bleibt der Eindruck ambivalent, doch keineswegs enttäuschend.

Gleichzeitig überzeugt der Score von Nine Inch Nails, denn er treibt Szenen kraftvoll voran. Zwar könnte das Drehbuch nuanciertere Figuren liefern, doch die Inszenierung kaschiert manches Defizit. Ebenso entwickelt Jared Leto seinen Ares präzise, obwohl die Rolle engen Grenzen folgt. Dennoch entstehen eindrucksvolle Momente, weil die audiovisuelle Gestaltung konsequent funktioniert. Daher gewinnt der Film trotz erzählerischer Schwächen genügend Wirkung.

Schließlich zeigt Tron: Ares Mut zur Neuorientierung, denn der Fokus auf reale Interaktionen schafft frische Impulse. Zwar verschenkt der Film Chancen, doch er setzt klare Akzente. Ebenso erzeugen einzelne Ideen Spannung, obwohl sie nicht immer ausgereift wirken. Trotzdem entfaltet das Werk genug Energie, um Fans und Neulinge mitzuziehen. So bleibt ein starkes audiovisuelles Erlebnis, das trotz Mängeln positiv überrascht.

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