Filmrezensionen und Vorstellungen – Die wunderbare Welt des Kinos

L.A. Crash

„L.A. Crash“ verbindet mehrere Schicksale in Los Angeles. Zwei junge Männer stehlen einen Geländewagen und lösen eine Reihe gefährlicher Begegnungen aus. Ein Polizist demütigt ein Ehepaar, ein Ladenbesitzer verdächtigt einen Schlosser und ein Ermittler gerät unter politischen Druck. Wenn ein tödliches Missverständnis die Ereignisse zuspitzt, müssen verschiedene Beteiligte mit den Folgen ihrer Entscheidungen leben.

Trumbo

Hollywood, Ende der vierziger Jahre: Ein Drehbuchautor gehört zu den bestbezahlten seiner Zunft und verliert binnen weniger Monate alles, weil er Mitglied der Kommunistischen Partei ist. Jay Roach erzählt in seinem Filmdrama von Dalton Trumbo, der Haft, der schwarzen Liste und den Jahren, in denen er unter fremden Namen weiterschrieb. Bryan Cranston wurde dafür für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Wie schreibt man weiter, wenn der eigene Name zur Gefahr geworden ist?

Wie ein wilder Stier

Robert De Niro musste seinen Regisseur erst überzeugen. Martin Scorsese hielt Boxen für langweilig und sich selbst für den falschen Mann. Herausgekommen ist ein Schwarz-Weiß-Drama über Jake LaMotta, den Mittelgewichtsweltmeister aus der Bronx, der im Ring alles einsteckte und zu Hause alles zerstörte. De Niro nahm für die Rolle mehr als dreißig Kilogramm zu und gewann dafür den Oscar als bester Hauptdarsteller. Was treibt einen Mann, der jeden Gegner besiegen kann, in einen Kampf gegen die eigene Familie?

Der Hauptmann

Im April 1945 findet ein neunzehnjähriger Deserteur im Emsland eine Hauptmannsuniform. Er zieht sie an, und plötzlich gehorchen ihm Männer, die älter sind als er. Innerhalb weniger Tage lässt Willi Herold mehr als hundert Gefangene töten, einige erschießt er eigenhändig. Robert Schwentke erzählt diese wahre Geschichte in strengem Schwarzweiß und ohne moralisches Geländer. Max Hubacher spielt den Aufstieg dieses Mannes ohne jede Erklärung.

Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel

Manche Filme verkaufen eine Stimmung, und nur wenige tun es so erfolgreich wie dieser Klassiker aus dem Jahr 1986. Tony Scott schickt Tom Cruise in echten Kampfjets durch kalifornisches Sonnenlicht und erzählt dabei von Ehrgeiz, Verlust und dem Schatten eines verschollenen Vaters. Der Soundtrack pumpt, die Maschinen drehen reale Kurven, und das Publikum sitzt mittendrin im Cockpit. Hinter dem Hochglanz steckt mehr Kalkül, als man zunächst vermutet.

Legend

Zwei Brüder, ein Gesicht: Tom Hardy spielt in Brian Helgelands Film von 2015 beide Kray-Zwillinge, die im London der Sechzigerjahre das kriminelle Milieu beherrschten. Die Vorlage lieferte John Pearsons Biografie über Aufstieg und Fall der beiden. Für seine Doppelrolle erhielt Hardy den British Independent Film Award und einen Preis der Toronto Film Critics Association. Der Film läuft 131 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Stargate

1928 wird auf dem Gizeh-Plateau ein Artefakt gefunden, das jahrzehntelang unter Verschluss bleibt. Roland Emmerich machte daraus 1994 einen Science-Fiction-Film über ein Tor, das zwei Galaxien verbindet. Kurt Russell und James Spader führen ein Team auf einen Wüstenplaneten, auf dem ein ägyptischer Sonnengott herrscht. Für die altägyptischen Dialoge holte die Produktion einen Ägyptologen an Bord. Was findet ein Archäologe, wenn er die Pyramiden für älter hält, als die Fachwelt erlaubt?

Annabelle

Santa Monica, 1970: Ein junges Paar erwartet sein erstes Kind, und der Mann schenkt seiner Frau eine große Puppe für ihre Sammlung. In derselben Nacht dringen zwei Anhänger einer Sekte in das Nachbarhaus ein, und danach ist nichts mehr wie zuvor. John R. Leonetti erzählt die Vorgeschichte jener Figur, die in Conjuring – Die Heimsuchung nur kurz zu sehen war. Sechs Millionen Dollar kostete der Film, über 250 Millionen spielte er ein.

Die Mitchells gegen die Maschinen

Eine Roboter-Invasion, ein alter Kombi und eine Familie, die sich schon vor dem Weltuntergang nicht einig war: Netflix veröffentlichte im April 2021 einen Animationsfilm, der eigentlich für die große Leinwand gedacht war. Mike Rianda erzählt darin von einer angehenden Filmstudentin, deren Vater lieber Holz bearbeitet als Videos anschaut. Zwischen beiden liegt mehr als eine Generation. Der Kombi fährt trotzdem weiter. Wie viel Weltrettung braucht es, damit ein Vater endlich den Film seiner Tochter ansieht?

The Visit

Zwei Geschwister fahren mit dem Zug aufs Land, um ihre Großeltern kennenzulernen, von denen sie bisher nur erzählt bekamen. Rebecca nimmt eine Kamera mit, weil sie die Versöhnung ihrer zerstrittenen Familie dokumentieren will. Die erste Nacht auf der abgelegenen Farm verändert den Charakter dieser Aufnahmen grundlegend. M. Night Shyamalan drehte hier seinen günstigsten Film und landete damit den erfolgreichsten Horrorstart des Kinojahres 2015.