The Road to Memphis

The Blues – The Road to Memphis“ ist eine amerikanische Dokumentation von Richard Pearce. Diese Doku ist Teil einer siebenteiligen Serie vom PBS, „The Blues“. In den deutschen Kinos war das Startdatum der 3. Juni 2004.

The Blues - The Road to Memphis
Dauer: 90 Min.
FSK: ab 6 Jahren
Jahr:
Regie: Richard Pearce
Produzenten: Robert Kenner
Hauptdarsteller: B. B. King, Bobby Rush, Rosco Gordon
Nebendarsteller: Ike Turner
Studio: British Broadcasting Corporation (BBC)
Sprachen: Deutsch, English

Jetzt online anschauen

Die Musikrichtung des Blues erlebte in Tennessee und Memphis seine Blütezeit in vielen Kneipen. Ein Beispiel der Einrichtung ist im Film zu sehen, in der Garderobe von Bobby Rush. Es ist eine typische Mischung aus einem zu kleinen Tanzsaal und einer Kleinstadt-Kaschemme. Dessen Einrichtung auch in jeder beliebigen Küche einer Mietwohnung zu finden ist. So eine Kulisse war Hintergrund vieler Tanznächte mit der Begleitung des Blues.

The Road to Memphis – Besetzung, Drehorte & Infos zum Film

The Blues – The Road to Memphis“ stammt von dem Regisseur Richard Pearce. Er erarbeitete mit der Hilfe des Drehbuchschreibers, Robert Gordon, eine glorreiche Dokumentation über den Blues-Musiker B. B. King. Geboren wurde der Regisseur 1944 in San Diego, Kalifornien. Die ersten Schritte in der Filmindustrie machte Pearce als professioneller Kameramann. An vier Dokumentarfilmen wirkte er mit: „Woodstock“ (1970), „Marjoe (1972)“, „Interviews With My Lai Veterans“ (1973) und „Hearts And Minds“ (1974). Danach stand ein Wechsel in die Spielfilm-Branche an. Die Geschichte des Dokumentarfilms von 2004 wird über eine Länge von 90 Minuten erzählt und wurde von Robert Kenner produziert.

Ein Beispiel, welches der Regisseur nachgeahmt hat, war „The Soul of a Man“ von Wim Wender. Das neue Bluesprojekt führt den Zuschauer in eine zweite Runde der Geschichtsstunde. Zwei weitere Namen aus dem Hintergrund fallen in Sachen Kinematografie, Richard Pearce, und Herausgabe, Charlton McMillan.

Andere Blues-Musiker die durch die eineinhalb Stunden auftauchen sind: Bobby Rush, Ike Turner und Rosco Gordon. Die Hauptrolle geht aber auf jeden Fall an B. B. King.

Inhalt & Handlung vom Film „The Road to Memphis“

Richard Pearce verfolgt in dem Film eine Spur der musikalischen Odyssee der Blues-Legende B. B. King. Er wurde am 16. September 1925 in Itta Bena, in Mississippi, geboren. Seine Kindheit verbrachte King als Tagelöhner auf Baumwollfeldern. Doch schnell entdeckte er seine Liebe zur Musik. Einfluss nahmen die Gitarristen T-Bone Walker, Django Reinhard und Lonnie Johnson. Dabei ehrt er nebenbei die Stadt der Geburt des Blues. Pearce seine liebevolle Story über Memphis bietet dem Zuschauer Originalauftritte von B. B. King, Rosco Gordon, Bobby Rush und Ike Turner. Integriert wird historisches Filmmaterial von Rufus Thomas und Howlin’ Wolf, „Der Blues ist eine Chance“. Es sind die letzten ursprünglichen, echten amerikanischen Kunstformen, bevor die Rock ’n’ Roll-Generation den Musikstil verschluckt. Dabei ist es eine Abstammung vom Blues. 1946 landete der Musiker wieder in Memphis und brachte die Stadt zum Beben.

Über die Länge von eineinhalb Stunden wird der Karriere des Musikers B. B. King gedacht. Besonders als er in seine Heimatstadt zurückkehrt. Der Startpunkt war beim WDIA-Radiosender. Zu sehen sind Performances und Interviews von B. B. King, Rosco Gordon, Bobby Rush und Ike Turner. Aufgrund des W. C. Handy Awards 2002 kommen die vier in Memphis zusammen. Mit von der Partie ist der legendäre Elvis Presley-Entdecker und Produzent Sam Phillips. An diesen Persönlichkeiten, mit Blick auf den Blues, führt kein Weg vorbei. Leider sind sie alle bereits verstorben. So ähnlich wie keiner bei dem Wort „Punk“ an New York vorbeikommt oder bei dem Wort „Funk“ an Detroit.

Der Zuschauer, der eine Vorliebe für Blues aufbringt, entdeckt einige magische Momente in der Dokumentation. Dazu gehören, das emotionale Wiedersehen von Ike Turner und dem gealterten Phillips. Dies wird gefilmt in den Studios von Philips, „Sun“. Ein weiterer magischer Moment ist der melancholische Streifzug von Rosco Gordons über die Beale Street, die mittlerweile zur Touristenattraktion verkommen ist. Eine berühmte Aussage von Gordon war: „Wenn Du eine Nacht als Schwarzer auf der Beale Street verbringst, möchtest Du niemals mehr weiß sein“. Wer sich der Liebe des Films hingibt, erkennt die Wahrheit der Aussage.

Später, in den Achtzigern, spielte der Gitarrist nur noch sporadisch Alben ein. Trotzdem war er ein gerngesehener Gast, etwa bei der irischen Band U2 oder Eric Clapton. In den Neunziger gab King bekannt, es wäre an der Zeit langsamer zu treten. Er wolle nur noch rund 200 statt den üblichen 300 Konzerte im Jahr geben. 2004 verlieh die Universität von Mississippi ihm einen Ehrendoktortitel. Dann im Mai 2015 erlag der Musiker seiner langen, kräftezehrenden Krankheit, mit 89 Jahren.

Filmkritik und Fazit zum Film „The Road to Memphis“

The Blues – The Road to Memphis“ ist eine sorgfältig, poetische Dokumentation, welche nicht nur Fans begeistert. In der Tradition großer Musikdokumentationen gräbt Regisseur Richard Pearce nach den Wurzeln der alten Popkultur. Schön kommt heraus, dass die musikalische Odyssee der Blueslegende Kings in Memphis startete.

Es ist fantastisch, die Geschichte von B. B. King zu erzählen. Ein Mann, der früher Traktor fuhr, Musik hörte und dann ein riesiger Traum in Erfüllung ging. B. B. King hat sich nach und nach aus dem „Chitlin Circus“ verdünnisiert, damit er vor einem größeren Publikum spielen konnte. Aber es existieren immer noch alte verschwörerische Blues-Orte für die Eingeweihten. Noch heute sehen jüngere Musiker darin ein Vorbild. Das Projekt war eine wunderbare Gelegenheit, der authentischen amerikanischen Kunstform Ehre zu erweisen. Noch bevor die Zeit alle Spuren verwischt, denn zum Beispiel sechs Wochen nach den Dreharbeiten verstarb Rosco Gordon. „The Blues – The Road to Memphis“ ist eine Widmung für drei Menschen, Rosco Gordon (geboren 1934, gestorben 2002), Rufus Thomas (geboren 1917, gestorben 2001) und Sam Philips (geboren 1923, gestorben 2003), ist erfolgreich geworden.

X