Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika

Es ist 1949 in Afrika, der Kalte Krieg ist im vollen Gange, hier spielt der Film „Albert Schweitzer – ein Leben für Afrika“. Der ehrenamtliche Arzt, Albert Schweitzer leitet ein Krankenhaus in Gabun, einem Staat in Zentralafrika. Da wird bekannt, dass ihn eine Freundschaft mit Albert Einstein verbindet. Albert Einstein spricht gegen Atomwaffen, was ihn nicht bei allen Menschen beliebt macht. Einstein bittet Schweitzer um Unterstützung. Schweitzer will darüber nachdenken, da er sich sorgen um die Auswirkungen einer Unterstützung macht. Während dessen gerät Schweitzer in das Blickfeld der CIA, sogar sein Hospital könnte in Gefahr geraten.

Albert Schweitzer (2009)
Dauer: 114 Min.
Jahr:
Regie: Gavin Miller
Produzenten: Eliza Mellor
Hauptdarsteller: Jeroen Krabbé, Barbara Hershey, Judith Godrèche
Nebendarsteller: Samuel West, Jeanette Hain, Patrice Naiambana, Jonathan Firth, Armin Rohde
Studio: Warner Bros. Entertainment Inc.
Sprachen: Deutsch

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Albert Schweitzer – Besetzung, Drehorte & Infos zum Film

Von Juni bis August 2008 fanden die Dreharbeiten zum Film „Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika“ in Südafrika statt. Der 109 Minuten lange Film erschien 2009, in Deutschland am 24.12.2009. Es wurde sowohl in Port St. Jones, als auch in Kapstadt gedreht. Es gab Szenen, in denen Albert Schweizer sich in New York aufhielt, diese wurden in Kapstadt gedreht. Viele in Port St. Johns lebende Menschen waren als Statisten dabei. Während der Aufnahmen wurde englisch gesprochen. Gavin Miller führte die Regie des dramatischen Historienfilms und er schrieb das Drehbuch gemeinsam mit James Brabazon und David Howard. Produziert wurde unter anderem von Charles A. Seiler, Christian P. Stehr, Alexander Thies, Eliza Mellor, Bertha Spieker und Giselhar Venzke.

Besetzung in „Ein Leben für Afrika“

  • Jeron Krabbe als Albert Schweitzer
  • Armin Rohde als Albert Einstein
  • Barbara Hershey als Helene Schweitzer
  • Jeanete Hain als Rhena Schweitzer
  • Samuel West als Phil Figgis

Inhalt & Handlung vom Film „Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika“

1949 während des Kalten Krieges reist Albert Schweitzer von Afrika nach New York. Er führt in Afrika das Hospital Lambaréné. In diesem Hospital versorgt er an Lepra Erkrankte. Nach dem er sein erstes Hospital im ersten Weltkrieg verlor, ist das nun sein zweiter Versuch. Vor Ort bekommt er reichlich Unterstützung durch die Einheimischen, die nicht daran glauben, dass sie es alleine schaffen. In New York fragt die Presse Schweitzer, warum man für das Hospital spenden sollte, denn Spenden sammeln, ist das Ziel der Reise. Durch den Schritt in die Öffentlichkeit von Schweitzer wird bekannt, dass er mit Einstein befreundet ist. Einstein ist ein Atomwaffengegner und wird deswegen als Kommunist bezeichnet. Einstein spricht Schweitzer Ethik, die Ehrfurcht vor dem Leben an und bittet ihn um Unterstützung.

Das Ehepaar Schweitzer berichtet von ihren Erlebnissen in Afrika, beispielsweise von einer Frau, die getötet wurde, als sie dankbar war für die Heilung ihres Mannes, da die Einheimischen einen anderen Glauben haben. Therese Bourdin ist ständige Begleiterin des Ehepaars und Fotografin. Sie bringt Phil Figgis in die Reihen von Schweitzer und stellt ihn als PR-Berater vor, der für mehr Spenden sorgen soll. In Wirklichkeit ist Figgis ein CIA-Agent und will Schweitzer als Kommunist überführen.

Als Schweitzer zurück in Afrika ist, denkt er über Einsteins Bitte nach und schreibt ihm einen Brief. Im Rahmen dieses Schreibens spricht auch Schweitzer sich gegen Atomwaffen aus. Die CIA kann sich den Brief aneignen und veröffentlichen ihn in der Zeitung. Jetzt wird auch Schweitzer als Kommunist beschimpft. Seine Frau beschließt die Tochter zu nehmen und mit ihr nach Afrika zum Ehemann zu reisen und ihn von den Geschehnissen in Amerika in Kenntnis zu setzen. Die Spenden für Schweitzers Hospital gegen zurück und unbekannte melden der provisorischen Regierung, dass das Hospital unhygienisch wäre. Die Behörden möchte ein eigenes Hospital mit besseren Hygienestandards eröffnen und legen Schweitzer nahe sein Hospital zu schließen. Die Fotografin und der scheinbare PR-Berater machen sich ebenfalls auf nach Afrika um Schweitzer ihre Unterstützung zukommen zu lassen.

Seine Frau kommt in Afrika an und rät davon ab, dass ihr Mann sich öffentlich gegen Atomwaffen ausspricht. Da passiert ein Unglück. Ein abgesperrtes Röntgengerät, welches radiaktive Strahlung abgibt wurde öffentlich zugänglich und Kinder wurden durch das Spiel mit dem Gerät verstrahlt. Der ausschlaggebende Punkt für Schweitzer sich öffentlich gegen Atomwaffen auszusprechen. Letztendlich bleibt Schweitzer der Sieger und bekommt 1952 den Friedensnobelpreis.

Filmkritik und Fazit zum Film „Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika“

Mit viel Mühe haben die Filmemacher das Leben von Albert Schweitzer in einen Film gepackt. Dabei legten sie Wert auf eine Differenzierung und Würdigung. Albert Schweitzer geht nicht als der große Held durch diesen Film, aber seine Ethik: Ehrfurcht vor dem Leben ist im Film „Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika“ allgegenwärtig. Die Persönlichkeit von Albert Schweitzer ist vielseitig und zum Teil widersprüchlich, was im Film hervorragend aufgefangen wird. Er ist ein Arzt, der überzeugend gutherzig und aufopferungsvoll ist, aber auch engagiert und leicht schusselig, aber auf jeden Fall ein großer Sympathieträger.

Ein wenig unter geht in dem Film, dass er auch als Vorgesetzter autoritär sein konnte und sich nur wenig Zeit für seine Familie genommen hat. Der rote Faden des Film im Kino, um den sich alles dreht, ist der politische Konflikt, den Albert Schweitzer mit sich ausfechten muss. Dass sich dieser Konflikt im Vordergrund findet, ist gut, denn es war ein wichtiger Teil seines Lebens. Perfekt dargestellt ist, wie er mit sich kämpft, ob er sich gegen Atomwaffen aussprechen soll und sein Lebenswerk damit gefährdet, aber eventuell viele Leben rettet oder ob den einfachen Weg einschlägt und sich öffentlich nicht gegen Atomwaffen ausspricht. Alles im allen, würdigt dieser Film das Leben von Schweitzer optimal.

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