Baby

Manchmal spielt das Leben etwas anders als gedacht. Der Film „Baby“ handelt von einem 15-jährigen Mädchen, die den Freund des Vaters verführt. Die beiden Männer kümmerten sich um Lilli, weil deren beide Frauen bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Bereits dieser Tatbestand zeigt, dass das Ende schwierig werden muss, denn die junge Dame wird schwanger und ihr Vater ist mit den Nerven am Ende. War es der Pizzabote Tommy?

Baby
Dauer: 99 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Philipp Stölzl
Produzenten: Frank Kaminski
Hauptdarsteller: Alice Dwyer, Lars Rudolph, Filip Peeters
Nebendarsteller: Christian Grashof, Hamid Bundu
Studio: Indigo
Sprachen: Deutsch

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„Baby“ feierte am 2. Juli 2002 Premiere auf dem Filmfest in München. Die Dreharbeiten liefen über drei Monate in Deutschland und den Niederlanden. Im folgenden Jahr wurde der Film sogar in Spanien den Zuschauern vorgestellt.

Baby – Besetzung, Drehorte & Infos zum Film

Regie für „Baby“ führte Philipp Stölzl. Ein deutscher Regisseur, der 1967 in München geboren wurde. Die Anfänge fanden bei den Münchner Kammerspielen mit einer Ausbildung zum Bühnenbildner statt. Zum Film kam Stölzl erst 1997, als er sein erstes Musikvideo drehte. Damals fragte Rammstein bei ihm an für das Lied „Du Hast“. „Baby“ läuft über eine Länge von 105 Minuten und ist für alle ab 12 Jahre gedacht.

Das Drehbuch verfassten Wolfgang Kohlhaase und David Hamblyn. In der Produktion hatten einige ihre Hände mit im Spiel: Andreas Habermeyer, Frank Kaminski, Thomas Habermeyer, Hanneke Niens, Gerhard Schmidt, H.W. Pausch, Andreas Schreitmüller, Ulrich Stiehm, Anton Smit und Jeanette Würl. Kameramann Michael Mieke filmte die Besetzung. Dazu gehören die junge Alice Dwyer als schwangere Lilli. Lars Rudolph bringt den Freund Paul auf die Leinwand. Der Vater Frank wird durch Filip Peeters dargestellt. Christian Grashof schlüpft in die Rolle von Stiefel. Hamid Bundu ist als Tommy zu sehen. Irina Platon erweckt Lana zum Leben und Lorenz Claussen den Chef Monte Carlo.

Inhalt & Handlung vom Film „Baby“

Ein Verkehrsunfall in den Niederlanden hinterlässt zwei Witwer und ein junges Mädchen. In dem Auto sitzen zwei befreundete Frauen. Daraufhin entscheiden die Männer der Freundinnen, dass sie eine Wohngemeinschaft bilden und die kleine Tochter gemeinsam aufziehen. In dieser Schicksalsgemeinschaft arrangieren sich Frank und Paul mit den neuen Umständen. Den Lebensunterhalt bestreiten die Männer unter anderem als Kleinkriminelle sowie als Security für einen Nachtclub.

Sicherlich ist dies nicht die beste Grundlage für ein solides Leben. Ein Tag endet überraschend in einem Debakel. Bei einem Einbruch werden Frank und Paul von einem Wachmann entdeckt. Es steht viel auf dem Spiel und Lilli wartet auf sie. Deswegen erschießen die Zwei den Mann in ihrer Panik, was wiederum auch zu Problemen führen kann. Es sieht so aus, als würde keiner ihnen diesen Mord anhängen. Haben sie Glück gehabt?

Kurz darauf bringt Lilli einen jungen Mann mit nach Hause, denn sie ist ziemlich frühreif. Er heißt Tommy. Jedoch schmeißt der Vater den armen jungen Mann aus dem Haus, weil er eine schwarze Hautfarbe hat. Natürlich findet Lilli dieses krasse Vorgehen nicht gut und beschließt, sich an ihrem Vater zu rächen. Der Plan reift innerhalb einiger Zeit immer weiter heran – Lilli lässt sich auf eine Beziehung mit dem Zweitvater und Freund Paul ein.

Erst scheint es, als würde es nicht auffallen. Doch dann wird Lilli von Paul schwanger. Noch beichtet Lilli nicht, aber der Vater findet im Müll den Schwangerschaftstest. Anstatt seine Tochter, um Erklärung zu bitten, vermutet Frank, dass Tommy hinter dem Enkel steckt. Woraufhin er völlig wütend aus dem Haus rennt und ihn tötet. Eine weitere Leiche, die nach Schwierigkeiten ruft.

Diese Tat bleibt nicht ungesühnt, denn die Polizei verhaftet Frank. Nach einem Prozess wird Frank schließlich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Der Weg ist für Lilli und Paul frei eine legale Beziehung zu führen und dem Kind eine Familie zu präsentieren. Aus irgendwelchen Quellen erfährt der Häftling von der ungleichen Beziehung. Aus Furcht vor einem Unglück fliehen Paul und Lilli auf die niederländische Insel Texel. Dort beabsichtigen sie ein neues Leben anzufangen und das Baby großziehen.

Frank wird fast verrückt aus Wut auf seinen Freund. So beschließt er, aus dem Knast auszubrechen und die Verfolgung aufzunehmen. Durch weitere Informanten ist schnell klar, wohin Frank sich wenden muss und nimmt die Fährte auf. Allerdings wird er selbst auch verfolgt, nämlich von der Polizei. Stößt Frank auf Lilli und Paul?

Filmkritik und Fazit zum Film „Baby“

Schon lange vor dem Kinofilm „Baby“ spielt Philipp Stölzl im Musikvideobereich in der oberen Liga mit. Dabei arbeitet der Videoclipproduzent mit Künstlern wie Marius Müller-Westernhagen oder Madonna zusammen. Wobei sogar Westernhagen Stölzl auf „Baby“ aufmerksam machte, denn der Plot schien einwandfrei zu sein. Allerdings übernimmt der Regisseur von dem Originaldrehbuch nur ein Drittel und der Rest überarbeitet Wolfgang Kohlhaase.

Durchweg begibt sich „Baby“ auf dünnem Eis, aufgrund der brisanten Themen wie Abtreibung, Teenagerschwangerschaft und Sexualität zwischen Generationen. Die Schauspielerin Alice Dwyer agiert sehr überzeugend als durchtriebene Lolita. Einerseits ist Lilli verletzlich wie ein kleines Kind, aber jedoch ist sie auch manipulativ und rücksichtslos. Es ist bereits ihre zweite Titelrolle.

Der Film ragt aus dem Mittelmaß deutscher Komödien heraus, vor allem durch den Willen zur Rasanz. Der Stern kommentierte die Ausstrahlung als „einen Geheimtipp mit wunderbaren Darstellern, unkonventionellen Dialogen, schrägem Humor und einem tollen lakonischen Grundton.“

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