Blobel Film – Filmproduktionen aus Berlin
Kino hat in Deutschland eine lange Tradition und wenn es um hochwertige Produktionen geht, dann kann der Blick in Richtung Berlin und Potsdam gehen. Heute sind dort sehr viele Produktionsfirmen zu finden, die regelmäßig an verschiedenen Projekten arbeiten. Zu diesen Firmen gehört auch Blobel Film. Dahinter stehen Michail Lurje und Jurijs Saule, die verbindet, dass sie eine große Liebe für den Film mitbringen.
Viele Jahre hat man sich an kleineren Werken versucht, doch 2024 erschien mit “Martin liest den Koran” der bisher größte Film, der co-produziert wurde. Der Film hat eine brisante Prämisse, zeigt dabei aber auf, worum es den Machern von Blobel Film geht. Relevante Themen stehen im Mittelpunkt. Mehr über die Firma gibt es in diesem Artikel zu erfahren.
Wer steckt hinter Blobel Film?
In erster Linie stehen hinter Blobel Film zwei Menschen, die selbst Filmfans sind, was schließlich dazu geführt hat, dass man selbst aktiv werden wollte. Dafür wurde Blobel Film gegründet und 2008 erschien unter diesem Namen eine erste Produktion, die bereits für Aufmerksamkeit sorgen konnte. Lange Jahre blieb es offiziell ruhiger, aber man ist weiter drangeblieben und in den letzten Jahren konnte dann ein großer Erfolg erzielt werden. Mit “Martin liest den Koran” machte man umso mehr auf sich aufmerksam und folgt damit der Philosophie, die man schon früh festgelegt hat. Es geht um Themen, die brisant und gesellschaftlich relevant sind.
Schon mit 15 Jahren haben Michail Lurje und Jurijs Saule beschlossen, dass sie sich gemeinsam dem Film widmen wollen. Dabei verfolgten sie das Ziel aber auf unkonventionelle Weise und lehnten ab, eine Filmschule zu besuchen. Zwar sehen sie selbst, dass das auch als jugendliche Arroganz abgetan werden kann, haben diesen fehlenden Schritt aber bis heute nicht bereut. Ihre Methode ist die des autodidaktischen Lernens, wobei sie in den großen Regisseuren wie Marlen Chuzijew, Luis Bunuel und Stanley Kubrick ihre perfekten Lehrer sehen. Und wie sich jetzt gezeigt hat, kann man auch auf großer Ebene wirken, selbst wenn das Studium im Hintergrund fehlen sollte.
Martin liest den Koran
Schon 2022 konnten Lurje und Saule die Goldene Lola für das beste Drehbuch gewinnen. Zwei Jahre später sollte “Martin liest den Koran” schließlich in die Kinos kommen. Zwar ist es nicht die erste Produktion von Blobel Film nach “Chaconne” 2008, aber sicherlich ein ganz anderes Kaliber. Noch dazu wurde der Film auch zusammen mit UCM.ONE realisiert, einem Medienunternehmen aus Berlin, das 2017 gegründet wurde und sich vor allem auf den Filmverleih konzentriert. Zusammen konnte man das Werk umsetzen, in dem es um das brisante Thema des Korans im Zusammenhang mit einem Anschlag geht.
Es geht um einen Familienvater, der iranische Wurzeln hat und einen Professor für Islamwissenschaften aufsucht. Mit diesem will er sich über verschiedene Themen wie Glauben und Gewalt austauschen und wie diese im Zusammenhang mit dem Koran stehen. Erst mit der Zeit kommt heraus, dass der Vater einen Anschlag plant und diesen legitimieren will. Es entsteht eine interessante Spannung, die bereits im Drehbuch zu finden ist. In den Hauptrollen sind Ulrich Tukur und Zejhun Demirov zu sehen. Regie führte Jurijs Saule, der gemeinsam mit Michail Lurje das Drehbuch geschrieben hat. Der Film ist mittlerweile im Streaming zu sehen, unter anderem auch in der Mediathek der ARD.
Fazit zu Blobel Film
Mit Bobel Film konnte man diesen Wunsch in die Realität umsetzen. Nach einem interessanten Erstlingswerk 2008 konnte 2024 endlich “Martin liest den Koran” ins Kino kommen, wofür die beiden sogar mit der Goldenen Lola für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurden. Der Film zeigt auf brillante Weise, dass Unterhaltung und Anspruch in Einklang gebracht werden können.
