Selbst ist die Braut – Ein Blick hinter die Kulissen vom Film

Ein Blick hinter die Kulissen vom Kinofilm Selbst ist die BrautHinter jedem Kinofilm, wie beim Film „Selbst ist die Braut„, steckt eine Idee. Jeder Regisseur hat von Anfang an eine Vorstellung davon, wie der Film später auf der großen Leinwand aussehen soll. Dabei bringt ein Blick hinter die Kulissen oftmals Informationen, die der Kinogänger auf der Leinwand nicht sieht. Oft haben die Regisseure z.B. klare Vorstellungen davon, wie die Schauspieler ihre Charaktere verkörpern sollen.

Ein Blick hinter die Kulissen von „Selbst ist die Braut“ lohnt daher auf jeden Fall und lässt erahnen, welcher Aufwand hinter so mancher Szene steckt, ohne das es im ersten Moment für den Zuschauer wirkt.

Die Grundidee

Regisseurin Anne Fletcher fühlt sich laut eigener Aussage im Genre „Komödie“ am wohlsten. „Ich liebe Komödien, liegt mir einfach im Blut.“ Eine eigene Komödie zu drehen, war deshalb ein großes Ziel von Flechtner. Als sie Das Skript zu „Selbst ist die Braut“ erhielt, wusste sie gleich, dass dieser Film ihre erste große Komödie sein sollte.

Mit Sandra Bullock in der weiblichen Hauptrolle hatte sie, so sagt sie, ein „komödiantisches Genie“. Dazu Ryan Reynolds als männlicher Hauptcast, dessen Einzigartigkeit nicht nur seinen vielen Fans weltweit bekannt ist.

Für Produzent Todd Liebermann war vor allem die Prämisse des Films ausschlaggebender Punkt. Im Film führen eine ältere Frau und ein jüngerer Mann eine Beziehung. Die Dynamik zwischen den beiden Figuren ist außergewöhnlich komisch und lustig.

Er – der junge Mann, der immer davon träumte, in New York im Verlagswesen zu arbeiten. Und Sie – die arrogante und scheußliche Bossin, die über Leichen geht, um es bis ganz „nach oben“ zu schaffen. Eine Frau, die um jeden Preis die Fassade aufrechterhalten muss, damit niemand auf die Idee käme, ihre Schwächen zu finden.

Autor Peter Chiarelli meinte dazu, dass seine eigenen Erfahrungen mit sehr erfolgreichen Geschäftsführern und deren Assistenten zum Drehbuch inspiriert hätten. Wie in seinen persönlichen Erfahrungen hatten die Chefinnen meist das engste Verhältnis zu ihren Angestellten, ohne auch nur das Geringste über deren Leben zu wissen.

Umsetzung im Film

So spielt Sandra Bullock also eine Rolle (Margret), deren Part normalerweise auf Männerrollen zugeschnitten ist. Sie gibt den Ton an, sie ist der Tyrann in der Geschichte. In den meisten anderen Filmen ist es genau umgekehrt.

Obwohl Andrew Paxton (gespielt von Ryan Reynolds) seit 3 Jahren ihr Assistent ist, weiß sie absolut nichts über ihn. Wie schnell Margret außerhalb des Büros überfordert ist, wird klar, als beide zusammen nach Alaska fliegen. Die Komödie nimmt ihren Lauf.

Dabei ist Bullock wichtig, dass es sich nicht um eine seichte Komödie handelt. Das Auf- und Ab einer Beziehung, die Inszenierung durch Anne Fletcher, die Ausleuchtung des Films und die Landschaft Alaskas zeigen, dass es eben keine oberflächliche romantische Komödie ist.

Regisseurin und Drehbuchautor finden den richtigen Mittelweg zwischen Wortwitz und Slapstick. Die Autoren bemühen sich nicht verzweifelt darum, komisch zu sein, sie reden normal. Der Film ist nicht „gezwungen“ lustig. Die Hassliebe zwischen den beiden Protagonisten macht den Erfolg und die Komik des Kinofilm aus.

Cast

Sandra Bullock stand früh als Besetzung für die Rolle der „Margret“ fest. Als echter Superstar weiß sie genau, was ihr Job ist. Ryan Reynolds als männlicher Gegenpart ist perfekt. Die Chemie zwischen den beiden Superstars ist perfekt, da sie im realen Leben befreundet sind und die „Hassliebe“ im Film deshalb glaubhaft darstellen können. Laut Reynolds erleichterte die Freundschaft das Drehen vom 1. Drehtag an.

Zudem gelingt es beiden Hauptdarstellern auch nonverbal durch Mimik diese Hassliebe auszudrücken. Zu den beiden Hauptdarstellern gesellt sich die zu Drehzeitpunkt fast 90jährige Betty White. Eine wahre Bildschirmikone, die den beiden Protagonisten fast die Show stiehlt.

Regie

Anna Fletcher als Regisseurin wird als sehr energiegeladen und akkurat beschrieben. Kameramann Oliver Stapleton beschreibt sie als eine Regisseurin mit einem sehr ausgeprägten Gespür dafür, wie eine Szene funktionieren soll.

Sandra Bullock sagt über sie, dass sie ihre Schauspieler niemals über die Grenzen treibst. Sie ist fordernd, perfekt, aber sie erlaubt es niemandem, zu weit zu gehen.

Kostüme

Kostümbildnerin Catherine Marie Thomas ließ sich bei Margarets Buisinesslook von der Mode der 1940er Jahre beeinflussen. Klare, strenge Linien, strenge Kostüme, um eine selbstbewusste, erfolgreiche Powerfrau darzustellen.

Ryan alias Andrew dagegen hat 2 Kleidungsstile. Elegante Anzüge fürs Büro, aber Jeans und T-Shirt für Alaska. Denn natürlich weiß er, dass er sich dort – weitab vom Buisiness – nicht in Schale schmeißen muss. Im Gegensatz zu Margarethe, die völlig overdressed nach Alaska anreist.

Dreharbeiten

Selbst ist die Braut dreharbeitenAußer einem Drehtag in NY City fanden die Dreharbeiten fast komplett im US-Staat Massachusetts nördlich von Boston statt. Es waren nur wenige Veränderungen nötig, um in dieser rauen Gegend die Kleinstadt Sitka in Alaska nachzustellen. Dort spielt die Komödie, denn dem Drehbuchautor gefiel die Idee, die Komödie in Alaska stattfinden zu lassen, einem Ort, in dem eher weniger Filme spielen.

Die Szenenbildner wollten den Ort aber nicht einfach kopieren, sondern ein Setting schaffen, so das man beim Betrachten des Films wirklich glaubt, in Alaska zu sein. Dazu mussten fast 30 Geschäfte, Straßenschilder und Schaufenster verkleidet werden.

An der Küste bei Manchester-by-the-Sea schließlich entdeckten das Filmteam ein wunderschönes Haus, das zum Familiensitz der Paxtons wurde. Während außen am Haus wenig verändert werden musste, mussten im Inneren ganze Zimmer neugestaltet werden, um mit dunklem Holz und Steinwänden die Räume eher an den pazifischen Nordwesten der USA zu erinnern.

Fazit zu den Hintergrund Infos zum Film „Selbst ist die Braut“

In jedem Film stecken sehr viel Vorbereitungen, bevor das Filmteam überhaupt mit dem Drehen beginnen kann. Als Zuschauer können wir uns nur vorstellen, welche Entscheidungen getroffen werden müssen, sowohl vor Drehbeginn, als auch nach Fertigstellung des Films. Bis der Film dann in seiner Endfassung in die Kinos kommt. Ein Blick hinter die Kulissen, Erklärungen z.B. des Regisseurs, des Drehbuchautors, der Schauspieler vom Film „Selbst ist die Braut“ gibt uns einen kleinen Einblick dazu.

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