Warum internationale Filmarchive für Filmfans unsichtbar bleiben

Heute sind viele Filme einfach über das Internet verfügbar. Bei historischen Filmen und Dokumentationen sieht das hingegen ganz anders aus. Vor dem Internet wurden Filme analog produziert. Viele alte Schätze liegen in den verschiedenen Filmarchiven der Welt und sind dem Publikum nicht zugänglich. Neue Technologien können das ändern.

Warum internationale Filmarchive für Filmfans unsichtbar bleiben

Independent Film oder Hollywood: Das Internet als globales Archiv

CloudServer und Streaming-Plattformen sind heute die einfachste Art und Weise, Filme zu genießen. Auch die Filme, die im Kino abgespielt werden, kommen heute auf speziellen Festplatten ins Kino und werden von dort aus abgespielt. Der analoge Film ist schon längst nicht mehr aktuell. Für die Filmabende zu Hause reicht heute ein Streaming-Dienst oder ein virtueller Filmverleih, bei dem einfach mit einem Klick der gewünschte Film über das Netz abgespielt wird. Sichere Übertragungskanäle gibt es mit VPN, denn CyberGhost läuft problemlos auf Windows-PCs und anderen Endgeräten.

Für echte Filmklassiker vor dem Internet müssen es hingegen schon klimatisierte Kühlkammer sein und Lagerräume, die mit speziellen Entlüftungsmechanismen ausgestattet sind. Das Bundesarchiv ist eines der größten Archive, das mit Spezialarchiven historisches Filmmaterial bei Temperaturen zwischen sechs und zwölf Grad aufbewahrt.

Hürden, Klassiker zu Gesicht zu bekommen

Interessante Sammlungen historischer und aktueller Filme befinden sich oft in Filmarchiven, Museen, Universitäten oder privaten Sammlungen. Es gibt einige bedeutende Filmarchive, die nationale Schätze bewahren wie:

  • Bundesarchiv in Berlin und Wiesbaden: Seit 1895 werden hier Filme archiviert. Es zählt zu den größten Filmarchiven.
  • Academy Film Archive in Los Angeles: Dieses Archiv besitzt viele Oscar-Unterlagen und eine sehr große Sammlung internationaler Filmkunst.
  • Library of Congress in Culpeper (USA): Es ist wohl das größte Archiv auf der Welt mit mehr als 1,4 Millionen Filmrollen. Sie umfassen Radiobände, Filmbände und auch historische Nitratfilme.
  • British Film Institute in London: Das Archiv enthält die größte Anzahl an britischen Filmen für TV und Kino.
  • Filmoteca Española in Madrid: Der Fokus des Archivs liegt auf der nationalen Filmgeschichte. Seine Aufgabe ist die Archivierung und Restauration historischen Filmmaterials.

Fehlende Digitalisierung

Für echte Filmfans sind vor allem die Klassiker Gold wert. Doch diese sind besonders schwierig zu Gesicht zu bekommen. Viele dieser Filme sind nicht digitalisiert. Man braucht zum einen Vorführgeräte zum Abspielen und obendrein die Genehmigung von nationalen Archiven oder Museen. Die Digitalisierung der Filme ist sehr kostenintensiv. Das alte Filmmaterial muss restauriert werden. Jedes Bild wird einzeln eingescannt und digital gespeichert. Das erfordert viel Zeit und Geldmittel.

Urheberrechte

Urheberrecht bei Filmen

Die Urheberrechte müssen auch bei Filmen, die im Archiv liegen, berücksichtigt werden. Die Tatsache, dass sich die Filme im Archiv befinden, heißt nicht sofort, dass die Filme auch ausgestrahlt oder über das Internet verbreitet werden dürfen. Bei alten Produkten kommt oft das Problem hinzu, dass die Rechte am Material nicht eindeutig geklärt sind.

Archive verfolgen andere Ziele 

Ein entscheidender Unterschied ist die Zielsetzung von Archiven und Museen. Ihnen geht es vor allem um die Bewahrung des alten Filmmaterials. Die Verbreitung über das Netz, damit es Millionen von Menschen sehen, steht nicht zur Debatte. Filme aus dem Archiv werden in der Regel zu Ehrentagen oder besonderen Veranstaltungen herausgeholt. Die kommerzielle Ausnutzung des Materials rückt an zweite Stelle.

Fazit

Fazit Die nationalen Archive von Ländern wie Großbritannien, den USA, Spanien oder Deutschland sind mit vielen Juwelen der Filmgeschichte gefüllt. Durch fehlende Digitalisierung, ungeklärte Urheberrechte und dem Fokus auf Bewahrung von altem Filmmaterial bleiben viele dieser Werke auch den echten Filmfans verborgen.

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