Mitternachtskinder

Das Epochendrama „Mitternachtskinder“ erstreckt sich über drei Generationen. Der erste Teil des Films erzählt über Saleems Großeltern, ihr Kennenlernen und ihre Heirat. Außerdem gerät die Familie in politische Konflikte als sie den Revolutionär Nadir im Keller ihres Hauses versteckt.

Mitternachtskinder
Dauer: 145 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Deepa Mehta
Produzenten: David Hamilton
Hauptdarsteller: Satya Bhabha, Shahana Goswami, Rajat Kapoor
Nebendarsteller: Shabana Azmi
Studio: NOBLE
Sprachen: Deutsch

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Danach erzählt die Geschichte von der Geburt Saleems am 15. August 1947, um Mitternacht. Eine Krankenschwester vertauscht den Jungen von einem Straßenkünstler mit dem eines reichen Geschäftsmannes, sodass Saleem in Wohlstand aufwächst.

1957 flüchtet die Familie Saleems nach Pakistan, wo er über seine wirkliche Existenz aufgeklärt wird. In den Wirren des Krieges 1965 wird das Elternhaus seiner Familie zerstört, er selbst fällt ins Koma und wacht erst nach sechs Jahren wieder auf. Und wieder herrscht Kriegszustand.

Mitternachtskinder – Besetzung, Drehorte & Infos zum Film

Der Drehbuchautor zur Literaturverfilmung „Mitternachtskinder“ war der Verfasser des gleichnamigen Romans Salman Rushdie, ein mit dem Booker-Preis ausgezeichneter Romancier. Die Regisseurin des Films ist die in Kanada lebende Deepa Mehta, die durch ihre Regime kritische Haltung und den damit verbundenen Ungerechtigkeiten, sowie den veralteten Traditionen, diesen Film in besonderer Weise prägt.

Zu ihren Stab gehören das Produktionsteam um Elisabeth Karlsen und Doug Mankhoff. Für den Soundtrack sorgte der britische Komponist Nitin Sawhney. Hinter der Kamera stand Giles Nuttgens und für den Schnitt verantwortlich war, Colin Monie.

Die Hauptdarsteller des Films sind Satya Bhabha in der Rolle des erwachsenen Saleem, Shahana Goswami verkörperte Amina, Shriya Saran als Zauberin Parvati und Seema Biswas als Krankenschwester und Haushälterin.

Das Genre umfasst die Themen Historie, Drama und Mythos. Die Lauflänge des Film im Kino beträgt 146 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Zu den Produktionsländern gehören Großbritannien und Kanada. Der Kinostart in Deutschland war der 28.März 2013. Uraufgeführt wurde das Drama am 9.September 2012 auf den Filmfestival in Toronto und wurde mit zwei kanadischen Filmpreisen ausgezeichnet.

Inhalt & Handlung vom Film „Mitternachtskinder“

Kaschmir und Agra in den Jahren 1917 bis 1946. Der junge liberale Arzt Dr. Aadam Aziz lernt seine zukünftige Frau Naseem kennen und lieben. Mit ihr hat er die drei Töchter Alia, Emerald und Mumtaz, die spätere Mutter von Saleem.

In den 1940 Jahren fiebert Indien der Unabhängigkeit entgegen. Als der den fortschrittliche Politiker Mian Abdullah ermordet wird, entstehen für die Familie Aziz Probleme, als sie seinen Mitstreiter Nadir unter einem Teppich verborgen, im Keller ihres Hauses verstecken. Mumtaz verliebt sich in den Revolutionär und heiratet ihn. Als ihre Schwester Emerald, die in Major Zulfikar verliebt ist, ihn verrät, flüchtet Nadir und beendet die Ehe mit Mumtaz, indem er sie verstößt.

Im Hause Aziz stehen nun Hochzeiten an. So heiratet Major Zulfikar seine Emerald und der Geschäftsmann und Charmeur Ahmed Mumtaz, der er den Namen Amira gibt. Beide gehen nach Bombay.

15. August 1947 um Mitternacht. Während ein riesiges Feuerwerk den Himmel Bombays zur Feier der Unabhängigkeit erleuchtet, bringen Amira und die Frau des Straßenmusikanten Wee Willie, beide aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und Religionen, ihre Söhne in derselben Minute zur Welt. Die Krankenschwester Mary, setzt die Worte ihres revolutionären Freundes: „Und aus reich werde arm, und aus arm werde reich“, in die Tat um. Amiras Sohn erhält den Namen Saleem und Wee Willie Kind erhält den Namen Shiva.

Saleem wächst glücklich in einer Villa auf und die ehemalige Krankenschwester Mary wurde als sein Kindermädchen angestellt. Saleem ist nun 10 Jahre alt, und ab diesem Zeitpunkt verändert sich sein Leben. Anfänglich hört er nur Stimmen in seinen Kopf, die sich bald materialisieren. Er lernt Parvati kennen und Shiva, die wie er starke telepathische Fähigkeiten besitzen. Aber auch viele andere Kinder aus Indien kann er rufen, die alle in der Stunde nach Mitternacht geboren wurden.

Nach einem Schulunfall wird im Krankenhaus das Blut von Saleem untersucht und dabei festgestellt, dass er nicht der leibliche Sohn von Ahmed und Amira ist. Ahmed ein Choleriker und Tyrann, verbannt Saleem zu Amiras Schwester nach Pakistan, wo er bis zu seinem 17. Lebensjahr bleibt. Bei seinem Onkel Zulfikar, mittlerweile ein General in der Armee Pakistans, verfolgt er die politischen Machtspiele zwischen Pakistan und Indien. Er lebt sehr einsam und seine einzigen Freunde sind die Mitternachtskinder.

Als Saleem zu seiner nach Pakistan übergesiedelten Familie zurückkehrt, gesteht Mary der Familie, dass sie es war, die die Kinder vertauscht hat, und Saleem ist erleichtert, weiß er jetzt um seine Herkunft. Allerdings hat er nun nicht nur mit den Kriegswirren zu kämpfen. Er muss sich auch gegen Shiva durchsetzen, der zu einem Racheengel mutiert. Und da ist auch noch Parvati, die hübsche Zauberin, und sein kleiner Sohn.

Filmkritik und Fazit zum Film „Mitternachtskinder“

Der 1980 über 600 Seiten umfassende Roman „Mitternachtskinder„, des großartigen Schriftstellers Salman Rushdie, mit dem Originaltitel Midnight´s children, beruht auf den geschichtlichen Tatsachen Indiens und Pakistans. Der Film zeigt den Zeitraum von 1917, die Unabhängigkeit 1947 und seine Kriege 1967 und 1971 auf, indem Indien und Pakistan eigenständige Länder wurden, den Kampf, um das heutige Kaschmir und das autonome Bangladesch.

Dabei wird das Leben der Familie um Saleem, angefangen von seinen Großeltern in den Focus des Geschehens gerückt. Dabei werden auch soziale Status in Form von Kasten und die spirituelle Strömung innerhalb der hinduistischen Religion, in diesem Fall, der Mitternachtskinder, beleuchtet.

Der Regisseurin Deepa Mehta ist ein einmaliges Werk gelungen, den die Romanvorlage galt in Kollegenkreisen, aufgrund des Umfangs, als nicht verfilmbar. Mit der Unterstützung von Salman Rushdie, schafft sie es durch opulente Bilder, romantische Szenen und der gut zeitlich abgestimmten Handlung einen hochkarätigen Film zu schaffen.

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