Die Top 10 der Filmfehler in berühmten Blockbustern
Mehrere Millionen Dollar fließen meist in die Produktion eines Blockbusters. Es wird wirklich auf jedes Detail geachtet und nichts dem Zufall überlassen. Und doch schleichen sich ganz oft kleine Filmfehler ein, sodass man sich als Zuschauer fragen kann, ob die vorher niemandem aufgefallen sind.
Tatsächlich sind Filmfehler aber sehr normal und in der Regel auch kein Beinbruch. Wenn kleine Anschlussfehler oder ein Anachronismus so stark ins Gewicht fallen, haben die Filme meist ganz andere Probleme als diese Unstimmigkeiten. Dennoch ist es interessant zu sehen, was es in vielen großen Produktionen zu entdecken gibt. Die besten Filmfehler werden in diesem Artikel vorgestellt.
Top 10 Filmfehler in berühmten Filmen
Großer Erfolg an den Kinokassen schützt nicht vor Fehlern. Auch die berühmtesten und erfolgreichsten Filme der Geschichte haben in dieser Hinsicht einiges zu bieten.
The Dark Knight (2008)
2008 erschien “The Dark Knight”, in dem Heath Ledger als Gegenspieler von Batman, gespielt von Christian Bale, auftrat. Er interpretierte die Rolle des Jokers so gut, dass er nach seinem überraschenden Tod im Januar 2008 posthum mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Für viele hat seine Leistung dazu beigetragen, eine der besten Comicverfilmung aller Zeiten zu schaffen. Doch so perfekt seine Darstellung auch war, der Film ist alles andere als perfekt.
Wenn man wirklich ins Detail gehen möchte, merkt man, dass auch ein Topfilm wie dieser von Meisterregisseur Christopher Nolan nicht frei von Fehlern ist. Unter anderem sieht man direkt in der Eröffnungsszene kurz den Helikopter, aus dem die besagte Szene eigentlich gedreht wurde. Auch verändert sich die Handposition des Jokers in der berühmten Verhörszene. Von solchen kleinen Unstimmigkeiten gibt es einige, die allerdings beim Schauen kaum auffallen.
Titanic (1997)
In der inflationsbereinigten Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten landet “Titanic” von James Cameron auf dem fünften Platz. Der Film mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen war ein unvergleichliches Filmereignis. Doch auch so erfolgreiche Filme sind nicht vor Fehlern sicher. Auf der Webseite ‚Die Seher’ werden sogar 88 Filmfehler aufgezählt, die im Laufe des Films zu sehen sind.
Ein bekannter Fehler aus Titanic ist in der Szene zu sehen, in der Rose den mit Handschellen gefesselten Jack mit einer Axt befreit. Zunächst trägt Jack noch Hosenträger, doch in der nächsten Aufnahme sind diese plötzlich verschwunden. In anderen Szenen kann man die Beleuchtung am Set sehen oder Jack hat von einem Schnitt zum nächsten wie von Zauberhand gemachte Haare.
Fluch der Karibik (2003)
Johnny Depp als Jack Sparrow… Captain Jack Sparrow. Eine Figur, die schon durch den ersten Film in die Filmgeschichte eingegangen ist. Aber ein großartiges Ensemble, zu dem auch Keira Knightley, Orlando Bloom und Geoffrey Rush gehören, hat dafür gesorgt, dass Piraten wieder in Mode gekommen sind. Ein Erfolg an den Kinokassen, aber nicht ganz frei von dem ein oder anderen Fehler.
In einer Szene ist Jack Sparrow umringt von seiner Crew am Steuer des Schiffes zu sehen. Im Hintergrund ist kurz ein Mann mit Sonnenbrille und Cowboyhut zu sehen. Der gehört aber nicht zur Piraten- sondern zur Filmcrew und gehört somit eigentlich gar nicht dorthin. Auch schon früh ist ein Fehler zu sehen, wenn die gehängten Piraten vor Port Royal, die nur noch Skelette sind, plötzlich nach einem Schnitt mehr Kleidung tragen.
Die Eiskönigin – Frozen (2013)
Fehler können ja eigentlich nur passieren, wenn tatsächlich Dinge mit der Kamera aufgenommen werden. Doch tatsächlich haben auch Trick- und Animationsfilme einige Listen mit solchen Fehlern zu bieten. Allen voran auch “Frozen” aus dem Jahr 2013. Der Disney Film, der lose auf der Vorlage von Hans Christian Andersen beruht, ist schon heute ein Klassiker.
In der spannenden Endszene, in der sich die Figur Hans bereits als böse entpuppt hat, geht er auf die Hauptfigur Elsa los. Die Spannung ist hoch und dann wird plötzlich ein Schwert gezogen. Allerdings ist dieses Schwert vorher gar nicht zu sehen und kommt somit aus dem Nichts. Von der Spannung nimmt dieser doch auffällige Fehler aber nichts.
The Matrix (1999)
1999 haben die damals noch als Wachowski-Brüder bekannten Geschwister den Film “The Matrix” herausgebracht. Der Film wurde ein absoluter Welterfolg. Mit Keanu Reeves in der Hauptrolle wurde Platons Höhlengleichnis in die Moderne getragen. Seitdem gibt es auch das Sprichwort “Fehler in der Matrix”, was interessanterweise auch auf den Film zutrifft.
Im Film kommt es zu spannenden Kämpfen zwischen der Hauptfigur Neo und Agent Smith, letzterer von Hugo Weaving dargestellt. Dabei sieht man, wie Neo gegen Wände schlägt, die zerbersten. Das soll seine Stärke demonstrieren, allerdings sieht man bereits im Vorfeld die Sollbruchstellen. Allerdings ist auch das ein Fehler, der kaum ins Gewicht fällt, da alles so schnell geht.
Troja (2004)
Die Odyssee und Ilias wurden mehrfach verfilmt, vor kurzem erst von Christopher Nolan. Den Kampf um die bekannte Stadt hat Wolfgang Petersen 2004 mit “Troja” auf die große Leinwand gebracht. Und tatsächlich gilt der Film bis heute als einer mit den meisten Fehlern der Kinogeschichte.
Unter anderem verändert sich die Stadt im Verlaufe des Films, als wenn Gebäude einfach wie von Geisterhand verschwinden. In einer anderen berühmten Szene schießt Paris den Pfeil auf die Ferse von Achilles. Der Pfeil bleibt bis zur Hälfte stecken. Kurz darauf ist aber nur noch die Spitze im Fuß. In einem Standbild, das einmal abseits des Films veröffentlicht wurde, kann man zudem ein Flugzeug am Himmel sehen.
Harry Potter und der Stein der Weisen (2001)
Der berühmteste Zauberschüler der Welt schaffte 2001 den Sprung von der Buchvorlage auf die große Leinwand. Der Film ist sehr nah an der Vorlage und konnte eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten starten. Doch schon der erste Film, bei dem Chris Columbus Regie führte, hat einige Fehler, die sich in die Szenen eingeschlichen haben.
Beispielsweise wird der Hogwarts-Brief plötzlich ganz glatt, obwohl er zuvor noch zerknittert war. Und beim magischen Willkommensessen in der großen Halle wechselt Harry von einer Szene zur nächsten die Seite des Tisches. Auch lassen sich immer wieder Sicherheitsgurte in den Szenen erkennen, in denen Harry auf seinem Besen unterwegs ist.
Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs (2003)
Bei einem Film dieser Größenordnung und Länge ist es kein Wunder, dass sich hier und da auch mal Fehlerchen einschleichen. 2003 brachte Peter Jackson die Herr der Ringe Trilogie zu Ende. Der letzte Teil sollte noch einmal in ganz neue Größenordnungen vordringen. Unter anderem gewann der Streifen 11 Oscar, was sonst nur “Titanic” und “Ben Hur” schafften.
Der Film hat tatsächlich sehr viele Fehler, die aber beim normalen Betrachten kaum auffallen. Unter anderem hält Sam sein Schwert im Kampf gegen die Spinne Kandra mal in der linken und mal in der rechten Hand, jedoch ohne es zu wechseln. In einer anderen Szene beschuldigt Gollum den Hobbit Sam, das Elbenbrot gegessen habe. Doch die verräterischen Krümel tauchen erst in der nächsten Szene auf.
Braveheart (1995)
Mel Gibson übernahm nicht nur die Hauptrolle, sondern führte sogar Regie bei Braveheart. Der Film erzählt in sehr loser Art und Weise die Geschichte des schottischen Freiheitskämpfers William Wallace. Und gerade historische Filme haben einen Hang zu Fehlern. Das Epos spielt im 13. Jahrhundert und wurde anschließend für zehn Oscar nominiert, wovon er fünf gewinnen konnte.
Es gibt viele Kampfszenen, die brutal und intensiv inszeniert worden sind. Allerdings kann man in einigen Szenen auch immer wieder sehen, dass die Schauspieler mit Gummiwaffen unterwegs sind. Noch interessanter aber ist ein weißes Auto, das man für den Bruchteil einer Sekunde im Hintergrund sehen kann, als sich die englische Kavallerie mit hohem Tempo den Schotten nähert.
Ben Hur (1959)
“Titanic” und “Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs” haben es bereits in diese Liste geschafft. Jetzt darf der dritte Film, der elf Oscar gewinnen konnte, nicht fehlen. “Ben Hur” ist ein monumentaler Klassiker, der aber auch zeigt, dass auch schon früher immer mal wieder Filmfehler entstanden sind. Doch das ändert nichts daran, dass es einer der besten Filme aller Zeiten ist.
Lange Zeit gab es das Gerücht, dass man in einer Einstellung eine Armbanduhr sehen könnte, doch das ist nur ein Gerücht. Was dagegen wahr ist, ist, dass man kurzzeitig beim berühmten Wagenrennen die Spuren vom Kamerafahrzeug sehen kann. Interessant sind zudem die modernen Schrauben, die an den antiken Streitwagen zu sehen sind. Das sind aber so kleine Details, dass sie beim Filmgenuss gar nicht auffallen.
Unterschied von Logik- und Sinnfehlern
Was ist eigentlich ein Filmfehler? Oft wird darüber gesprochen, doch nicht alles, was als Fehler bezeichnet wird, ist auch einer. Noch dazu wird oft nicht zwischen Logik und Sinn unterschieden. Echte Fehler, auch im logischen Sinne, sind es, wenn Ursache und Wirkung nicht zusammenpassen. Das können auch typische Anschlussfehler sein, wenn eine Figur eben noch links, dann plötzlich rechts steht. In “Star Wars” von 1977 gibt es aber beispielsweise eine Szene, in der sich ein Stormtrooper den Kopf stößt. Das war so nicht geplant, ist aber im strengen Sinne kein Filmfehler, da das ja auch wirklich passieren kann.
Sinnfehler sind dagegen eine ganz andere Kategorie. Sie beschreiben eher Fehler der Handlungen selbst. Oft genug hat man sicherlich schon Filmfiguren gesehen und sich gedacht, dass sie komplett unlogisch handelt. Dabei handeln Figuren oftmals einfach nur unsinnig und nicht unlogisch. Manchmal ist das aber gewollt, denn nicht nur Menschen im Film handeln oft ohne Sinn und Verstand, beispielsweise die Gruppe im Horrorfilm, die sich trennt, sondern auch Menschen in der Realität. Schwierig wird es allerdings, wenn Figuren plötzlich ganz anders handeln, als es im Film erklärt wird. Wenn ein Darth Vader plötzlich zu tanzen anfangen würde, wäre das kein Filmfehler, aber doch in hohem Maße sinnlos.
Wie kommen Filmfehler zustande?
Wie kann es eigentlich sein, dass bei großen Blockbustern mehrere Millionen Dollar genutzt werden, tausende Menschen mitarbeiten und trotzdem solche Filmfehler entstehen? Die Antwort liegt tatsächlich oft in der Größe der Produktionen. Szenen werden selten chronologisch gedreht, noch dazu immer unter denselben Bedingungen. Eine kleine Szene kann oft Tage in Anspruch nehmen, sodass die Menschen am Set, einschließlich der Schauspieler, viele Male am Set sind, aber zwischendurch auch wieder nicht. Kameras werden umgebaut, Menschen sind am Set unterwegs und hinterher gibt es auch noch den Filmschnitt. Daher schleichen sich schnell Fehler ein.
Zeitdruck ist ein wichtiger Faktor, da natürlich auf Kontinuität geachtet wird. Viele Fehler werden durchaus hinterher im Schnittraum bemerkt, allerdings dann auch in Kauf genommen, da sie selten beim normalen Schauen auffallen. Filme sind ja nicht dafür gemacht, dass man sie in Zeitlupe und mit der Pause-Taste verfolgt. Gerade Historienfilme haben oft das Problem der Anachronismen, sodass sich eben Autos, Armbanduhren oder auch Plastikflaschen in Szenen mogeln können. Und nicht selten entstehen Filmfehler sogar absichtlich, weil Drama über Inhalt und Stimmigkeit gestellt wird. Und es gibt im Grunde kaum Filme, in denen es nicht den ein oder anderen Fehler gibt.
Stören Filmfehler den Spaß?
Fehler können natürlich dafür sorgen, dass man in dem Moment aus dem Filmgenuss gerissen wird. Allerdings passiert das sehr selten und die meisten Menschen merken diese Fehler gar nicht oder erst nach mehrmaligem Schauen des Films. Ein Auto in Braveheart hat Millionen Zuschauer nicht gestört, weshalb es auch so beliebt ist, mehr über diese Fehler zu erfahren. Oftmals sind solche Sachen nur ganz kurz zu sehen und lenken daher auch gar nicht ab. Größere Filmfehler würden letztendlich auch von den Regisseuren und Cuttern entfernt. Viel schlimmer empfinden Zuschauer dagegen Drehbuch- und Logiklöcher, die man auch gut und gerne mit mehr Vorbereitung hätte vermeiden können.
Top 10 Filmfehler: das Fazit
