Criminale 2024 im Geiste des Krimifests Hannover
Wenn es ein Genre gibt, das sich in Deutschland besonders hoher Beliebtheit erfreut, dann ist es der Krimi. Dabei sind Kriminalromane genauso beliebt wie auch entsprechende Filme und Serien dazu. Autor Sebastian Fitzek und der Tatort lassen in dieser Hinsicht grüßen. Selbstverständlich ist man auch in der niedersächsischen Landeshauptstadt einem guten Krimi nicht abgeneigt, weshalb es auch viele Jahre das Krimifest in Hannover gegeben hat.
Das findet zwar seit einigen Jahren nicht mehr statt, doch zuletzt konnte man dafür die Criminale 2024 ausrichten. Diese Veranstaltung ist der größte Krimi-Branchentreff in Europa und findet schon seit den achtziger Jahren statt. Im letzten Jahr war man noch in Darmstadt zu Gast, dieses Mal ging es also für vier Tage nach Hannover. Eröffnet wurde das Festival am Mittwoch im Kulturzentrum Pavillon. Mit dabei waren unter anderem die Schriftstellerinnen Nina George, Eva Almstädt und Gisa Pauly. Den Rückblick auf das besondere Ereignis gibt es in diesem Artikel.
Die Criminale 2024
Das Krimigenre hat in Hannover eine lange Tradition, immerhin gibt es auch einen eigenen Tatort. Für viele Jahre fand zudem auch das Krimifest statt, bei dem es in erster Linie um Literatur ging. In diesem Jahr durften sich die Hannoveraner auf die Criminale freuen, die bereits seit 1986 stattfindet. Eigentlich sollte sie schon 2020 in die niedersächsische Landeshauptstadt kommen, musste aber aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. In diesem Jahr hat es dann aber geklappt. Vom 15. bis zum 18. Mai wurde die Criminale 2024 durchgeführt. Verantwortlich dafür ist das Syndikat, der Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur. Vor Ort wurde das Festival durch Tatworte Hannover organisiert.
Seit fast vierzig Jahren gibt es die Criminale und die Tage in Hannover konnten für sehr viel Spannung sorgen. Es gab ein breitgefächertes Angebot, das sowohl den Teilnehmenden als auch dem Publikum Spaß machte. Dabei drehte sich alles um den Kriminalroman. Als zentralen Veranstaltungsort hat man sich für das Kulturzentrum Pavillon entschieden, allerdings fanden auch an anderen Stellen Lesungen und Vorführungen statt. Unter anderem in der Stadtbibliothek und in der Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen. Offiziell ging es mit der großen Eröffnungsgala los, allerdings gab es auch schon in den letzten Monaten einige Veranstaltungen, die mit Krimis in Zusammenhang stehen.
Ein Programm für Krimifans
Bevor es am 15. Mai so richtig mit der Criminale losging, gab es bereits im Februar die Lesung und das Gespräch mit Christian Grüning und Franziska Steinhauer zum Thema “Polizeiarbeit gestern und heute”. Weitere Events auf dem Weg zur Criminale 2024 waren “Ermittlung im Krimizug” mit Max Bronski, Thorsten Suesse und Carsten Schütte, “Die ‘fiesen Friesen’ in Hannover” mit Heike Gerdes und Peter Gerdes sowie “Wencke Tydmers trifft Wilsberg in Hannover” mit Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer. So richtig startete das Festival dann am 15. Mai mit der Eröffnungsgala. Mit dabei waren als Ehrengäste Nina George, Eva Almstädt und Gisa Pauly. Außerdem die Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten.
Ein Highlight war sicherlich “Die lange Nacht der Verbrechen”, die als zentrales Ereignis zur Criminale gehörte. Es gab an verschiedenen Orten rund 200 schnelle Lesungen von bekannten Krimi-Autoren. Zudem wurde eine Krimi-Buchmesse angeboten, bei der die Besucher ebenfalls auf die Kunstschaffenden treffen konnten. Der 18. Mai stand ganz im Zeichen der Abschlussgala. Die fand unter dem Titel “Das tödliche Finale” statt. Hier kamen noch einmal alle Beteiligten zusammen, um bei der Verleihung des Glauser-Preises dabei zu sein. Es handelt sich dabei um einen der wichtigsten Krimipreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Benannt ist er nach Friedrich Glauser, der als einer der ersten deutschsprachigen Autoren des Genres gilt.
Der Friedrich-Glauser-Preis 2024
Verliehen wird der Glauser-Preis bereits seit 1987 vom Verein Syndikat. Auch in diesem Jahr wurden wieder Preise in mehreren Kategorien verliehen. “Kalmann und der schlafende Berg” von Joachim B. Schmidt wurde als bester Roman ausgezeichnet. Caroline Seibt durfte sich dagegen für “Gestohlenes Kind” über den Preis für das beste Debüt freuen. Die beste Kurzgeschichte gab es in diesem Jahr von Franziska Henze mit „Grenzerfahrung“, die in der Anthologie “Tatort Nord 2 – Urlaubskrimis von Helgoland bis Usedom” erschien. Der Schweizer Schriftsteller wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Zudem gewann Lena Hach mit “Was Wanda will” in der Sparte bester Kinderkrimi.
Das Krimifest Hannover
Die Freude am Krimi hat in Hannover eine lange Tradition. Immerhin ermittelte schon 1974 Hauptkommissar Heinz Brammer das erste Mal aus der Stadt an der Leine. Gespielt wurde Brammer von Knut Hinz, der mehrfach in diese Rolle zurückkehrte. Daneben gab es aber auch einige andere Ereignisse und Inhalte, die sich in Hannover an Krimifans richteten. Dazu gehört auch das Krimifest, das 2018 das letzte Mal auf die Beine gestellt wurde. Auch hierbei ging es voll und ganz um Krimiromane. So waren namhafte Krimiautoren wie Melanie Raabe, Max Bronski und Max Annas zu Gast. Zudem gab es eine besondere Lesung in der Üstra-Stadtbahn, die als “mörderische Bahnfahrt” auf jeden Fall für Spannung sorgte.
Fazit zu Criminale 2024
Von der Eröffnungs- bis zur Abschlussgala gab es jede Menge Lesungen, sodass live mit den Autoren mitgefiebert werden konnte. Außerdem wurde auch in diesem Jahr der Friedrich-Glauser-Preis verliehen. Die Criminale 2025 wird nächstes Jahr in Schwetzingen stattfinden.
