Dschungelkind

Tief im indonesischen Dschungel lebt der Stamm der Fayu, weitab jeglicher Zivilisation. Klaus Kuegler ein Linguist, zieht mit seiner Frau und den drei Kindern in den Dschungel West-Neuguineas, um die Sprache der Eingeborenen zu erlernen.

Dschungelkind
Dauer: 131 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Roland Suso Richter
Produzenten: Jürgen Schuster, Matthias Adler, Nico Hofmann, Natalie Scharf, Thomas Peter Friedl, Wolf Bauer
Hauptdarsteller: Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl
Nebendarsteller: Sina Tkotsch, Tom Hoßbach, Milena Tscharntke, Sven Gielnik
Studio: Universal Pictures
Sprachen: Deutsch

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Während seine Frau und die älteste Tochter Probleme mit der Kultur und dem Leben im Regenwald haben, kann sich die achtjährige Sabine schnell eingewöhnen. Als sie eines Tages mit ihrem Bruder Christian den schwerverletzten Auri finden und ihn gesund pflegen, geraten sie allerdings zwischen die Fronten des Stammeskrieges zwischen den Fayu und den Iyarike. Trotz alledem darf Auri bleiben und fortan bei ihnen leben. Zwischen Sabine und Auri entwickelt sich eine tiefe Freundschaft und Liebe, die allerdings bitter endet.

Dschungelkind – Besetzung, Drehorte & Infos zum Film

Regisseur Roland Suso Richter verfilmte den Roman von Sabine Kuegler unter dem selbigen Namen „Dschungelkind“ im Jahre 2010. Drehorte waren Bad Laasphe, Bad Berleburg, Schloss Wittgenstein und Malaysia. Das Drehbuch schrieben Richard Reitinger und Natalia Scharf. Produktionsleiter waren Jürgen Schuster, Nico Hoffmann, Thomas Peter Friedl, Wolf Bauer, Matthias Adler und Natalie Scharf. Für die musikalische Untermalung sorgte Annette Focks mit einem reichhaltigen, einfühlsamen Soundtrack zu den einzelnen Episoden. Hinter der Kamera stand Holly Fink, der mehrfach mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Für den Schnitt verantwortlich war der deutsche Filmeditor Bernd Schlegel.

In der Hauptrolle brillierte eine bezaubernde Stella Kunkat, die die Rolle der Sabine Kuegler authentisch wiedergeben konnte. Des Weiteren waren zu sehen Thomas Kretschmar, Nadja Uhl, Thomas Hoßbach und Emmanuel Simeon.

In die deutschen Kinos kam der Film am 17. Februar 2011 mit einer Länge von 131 Minuten. In der Fernsehadaption mit einer Dauer von 158 Minuten. Freigegeben wurde der Film „Dschungelkind“ für das Alter von 12 Jahren.

Inhalt & Handlung vom Film „Dschungelkind“

Winter 1989 in Deutschland. Eine junge Frau wandert durch die schneebedeckte Landschaft. Plötzlich zieht sie ihre Stiefel aus und geht barfuß weiter. Sie erzählt uns die wahre Geschichte ihres Lebens als „Dschungelkind“.

Indonesien im Jahre 1980. Vater Klaus Kuegler ein Sprachwissenschaftler zieht aus politischen Gründen mit seiner ganzen Familie von Nepal nach West-Neuguinea. Es begleiten ihn seine Ehefrau Sabine Kuegler, die Töchter Judith und Sabine, sowie Sohn Christian. In Dschungel, fernab der Zivilisation will er die Sprache des Eingeborenenstammes der Fayu erlernen. Nach fünfmonatiger Vorbereitungszeit holt er seine Familie mit einen Hubschrauber in den Regenwald, in dem sie am Rande des Dorfes ein eigenes Haus bewohnen. Voraussetzung hierfür allerdings ist, sich nicht in die Belange des Stammes einzumischen.

Während Vater Klaus die Sprache erlernt, kümmert sich Mutter Sabine um den Haushalt und unterrichtet die Kinder. Von den Eingeborenen werden sie anfangs misstrauisch beäugt und auch deren Kinder waren Distanz zu Sabine und ihren Geschwistern.

Eines Tages beobachteten Sabine und ihre Mutter, eine Frau am Fluss, die ihr Kind nicht gebären kann. Während der Rest des Dorfes nur tatenlos zusieht, eilt sie der Eingeborenen zu Hilfe, die allerdings verstirbt. Dabei erfährt sie von ihrem Mann, dass die Bewohner des Dorfes glauben, Krankheit sei ein Fluch und einen Fluch kann man nicht heilen.

Nach anfänglicher Zurückhaltung der Fayu Kinder zeigen sie vermehrt Interesse an den Kuegler Geschwistern und freunden sich langsam mit ihnen an. Sabine findet ihre erste Freundin Faisa, mit der sie viel Zeit verbringt.

Während die Kinder spielen, nähert sich ein Boot mit einem verletzten Fayu. Mutter Sabine will dem Mann zu Hilfe eilen, wird aber in ihre Schranken verwiesen, sich in das Dorfleben nicht einzumischen. Später gehen die Männer zurück in den Dschungel und entführen, aus Rache, eine Frau der Iyarike.

Daraufhin werden die Kueglers in einen Stammeskrieg verstrickt. Sie können allerdings in ihrer Hütte, ohne Schaden zu nehmen, verstecken. Und dieses Mal lässt es sich Sabine Kuegler nicht nehmen die verletzten Männer so gut es geht zu versorgen.

Bei der Erkundung ihrer Umgebung finden Sabine und Christian den verletzten Auri, der durch die Pflege ihrer Mutter wieder gesund wird. Der Stamm erlaubt Familie Kuegler den Jungen bei sich aufzunehmen. Aus der von Anfang an tiefen Freundschaft und Zuneigung zwischen Auri und Sabine entwickelt sich allerdings Jahre später eine starke Liebe zwischen den Beiden. Auri will Sabine zur Frau nehmen, doch die Zukunft hält anderes für sie bereit.

„Ich habe erkannt, dass ich im Herzen immer ein Dschungelkind bleiben werde“, Zitat Sabine Kuegler.

Filmkritik und Fazit zum Film „Dschungelkind“

Mit dem autobiografischen Werk gelang dem Regisseur Roland Suso Richter, bekannt aus Filmen wie „Mogadischu“, „Dresden“ oder „Der Tunnel“ wiederum ein exzellentes und quotenträchtiges Abenteuerdrama. In Episoden unterteilt, mit einigen Abwandlungen zum Roman von Sabine Kuegler schaffte er es ein breites Publikum zu begeistern.

Es ist die faszinierende Geschichte der achtjährigen Sabine, die im Dschungel von Neuguinea ihre Kindheit außerhalb der Zivilisation mit ihrer Familie erlebt. Obwohl die Einwohner den weißen Menschen ablehnend gegenüberstehen, schafft Sabine es mit ihrer natürlichen und einfühlsamen Weise, Kontakt und Freundschaften aufzubauen. Nach vielen Jahren, Sabine ist inzwischen 16 Jahre alt, muss sie die Entscheidung treffen, will sie in die Zivilisation zurück oder im Dschungel bleiben.

Ein atemberaubender Film für einen entspannten Fernsehabend mit der gesamten Familie, untermalt mit beindruckenden Bildern aus dem Dschungel Neuguineas und den Traditionen, Riten und Aberglauben der Ureinwohner.

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