Death of a Unicorn

Das Einhorn gilt als Inbegriff der Sanftmut, seit Jahrhunderten in Tapisserien und Kinderzimmern zu Hause. Alex Scharfman nimmt dieses Bild und dreht es um. „Death of a Unicorn“ schickt das Fabelwesen als Rachegestalt durch ein Milliardärsanwesen. Das Spielfilmdebüt des Regisseurs entstand für das Studio A24. Paul Rudd und Jenna Ortega spielen ein Vater-Tochter-Gespann auf dem Weg zu einem Geschäftstermin. Zwischen Creature Feature und Klassensatire sucht der Film seinen Ton. Der Schauplatz liegt abgelegen in den kanadischen Rocky Mountains.

Death of a Unicorn
Dauer: 104 Min.
FSK: ab 16 Jahren
Jahr:
Regie: Alex Scharfman
Produzenten: Alex Scharfman, Drew Houpt, Tyler Campellone
Hauptdarsteller: Tea Leoni, Jenna Ortega, Will Poulter
Nebendarsteller: Paul Rudd, Richard E. Grant, Jessica Stevenson
Studio: UNIVERSAL
Sprachen: Deutsch, English

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Gedreht wurde ab Juli 2023 in Ungarn. Weil A24 nicht der Alliance of Motion Picture and Television Producers angehört, erhielt die Produktion während des SAG-AFTRA-Streiks eine Ausnahmegenehmigung. Die Musik sollte zunächst von John Carpenter stammen, übernommen haben sie schließlich Dan Romer und Giosuè Greco. Die Premiere lief im März 2025 beim South by Southwest Film Festival. Anfang Mai 2025 erreichte der Film die deutschen Kinos. Was passiert, wenn ein Symbol der Reinheit auf einen Konzern trifft, der alles zu Geld macht?

Besetzung, Drehorte & Infos

Die Horrorkomödie „Death of a Unicorn“ entstand 2025 in den USA. Alex Scharfman führte Regie und schrieb das Drehbuch, für ihn ist es das Spielfilmdebüt. Die Kamera bediente Larry Fong, zuletzt bei The Tomorrow War und Damsel im Einsatz. Den Schnitt verantwortete Ron Dulin. Die Filmmusik stammt von Dan Romer und Giosuè Greco, die im Februar 2025 für John Carpenter, Cody Carpenter und Daniel Davies nachrückten. Das Soundtrack-Album mit siebzehn Stücken erschien Ende März 2025 bei A24 Music.

Paul Rudd spielt den Anwalt Elliot Kintner, Jenna Ortega seine Tochter Ridley. Richard E. Grant verkörpert Elliots Chef, den Milliardär Odell Leopold. Téa Leoni ist dessen Ehefrau Belinda, Will Poulter der erwachsene Sohn Shepard. Anthony Carrigan übernimmt die Rolle des Butlers Griff. Steve Park und Sunita Mani spielen die Bereitschaftsärzte Dr. Song und Dr. Bhatia. Beide sollen aus dem Horn des Einhorns ein injizierbares Serum synthetisieren, das den krebskranken Odell Leopold heilt. Auf der Besetzungsliste steht außerdem Jessica Hynes.

Die Dreharbeiten begannen im Juli 2023 in Ungarn. Die Laufzeit beträgt 104 Minuten, die FSK gab den Film ab sechzehn Jahren frei. Die deutsche Synchronisation entstand bei der Iyuno Germany GmbH in München. Das Dialogbuch schrieben Sabine Frommann und Cornelius Frommann, Dialogregie führte Martin Halm. Der offizielle Trailer erschien am 18. Dezember 2024 und verwendet eine Fassung von Good Vibrations der Beach Boys. Die Weltpremiere fand am 8. März 2025 statt, der deutsche Kinostart war der 1. Mai 2025.

Inhalt & Handlung vom Film „Death of a Unicorn“

Der Anwalt Elliot Kintner fährt mit seiner Tochter Ridley in die kanadischen Rocky Mountains. Dort steht ein Wochenende auf dem Anwesen seines Chefs Odell Leopold an, samt dessen Frau Belinda und dem erwachsenen Sohn Shepard. Unterwegs erfasst Elliot jedoch mit dem Wagen ein kleines Einhorn. Das Tier lebt noch, als Ridley schließlich sein Horn berührt. Dabei erlebt sie fremdartige Bilder, kosmisch und schwer zu greifen. Elliot beendet den Zustand jedoch abrupt, indem er die Kreatur mit einem Radkreuz erschlägt. Dabei spritzt Blut auf beide Kintners. Anschließend verstecken sie den Körper im Kofferraum und erreichen so das Anwesen. Kurz darauf bemerkt Ridley, dass ihre Akne verschwunden ist. Auch Elliots Sehkraft hat sich verbessert, während seine Allergien fort sind.

Die Leopolds entdecken das Einhorn schließlich im Wagen, das jedoch noch immer am Leben ist. Daraufhin erschießt der Assistent der Familie, Shaw, das Tier. Als sich die heilenden Kräfte herumsprechen, schlägt Odell schließlich Experimente vor. Ein Team von Wissenschaftlern unter Dr. Song raspelt deshalb einen Teil des Horns ab und spritzt die Mischung intravenös, woraufhin Odells Krebs verschwindet. Der Milliardär lässt das Tier daraufhin in ein Labor bringen und plant, die Wirkung zu Geld zu machen. Ridley kennt jedoch die Geschichte der Einhorn-Wandteppiche und widerspricht der Familie deshalb offen. Sie hält es für falsch, den Körper des Tieres derart zu benutzen. Allerdings wischen die Leopolds ihre Bedenken beiseite. Während des Transports tötet schließlich ein weit größeres, ausgewachsenes Einhorn Dr. Song und mehrere Sicherheitsleute. Vor Ridley jedoch wird das Tier unvermittelt friedlich.

Jagd auf dem Anwesen

Shaw streift das Einhorn mit einem Schrotschuss, worauf es im Wald verschwindet. Daraufhin stellt Odell eine Jagdgesellschaft zusammen und nimmt Elliot mit. Shepard stiehlt derweil geraspeltes Horn und konsumiert es. Zudem soll Dr. Bhatia das gesamte Horn absägen. Ridley erkennt jedoch, dass das Fohlen noch lebt. Währenddessen greifen zwei ausgewachsene Einhörner die Jagdgesellschaft an. Mehrere Menschen sterben, darunter Odell und Shaw. Elliot kehrt zum Anwesen zurück, wo die Gruppe erkennt, dass die Tiere die Eltern des Fohlens sind.

Bhatia soll daraufhin das Fohlen zurückgeben, während Griff das Tor öffnet. Als die Eltern das fehlende Horn bemerken, töten sie Bhatia. Anschließend folgen sie den Überlebenden ins Haus. Belinda wird getötet, während Shepard entkommt. Elliot nimmt inzwischen das Horn und lockt ein Tier hinaus, damit Ridley fliehen kann. Allerdings stellt Shepard sie mit gespanntem Bogen. Durch die Visionen des Horns weiß er, dass Einhörner vor einer reinherzigen Maid friedlich werden. Tatsächlich legen die Eltern vor Ridley ihre Aggression ab.

Während Shepard die Tiere fesselt, sticht Elliot ihn mit dem Horn nieder. Daraufhin trifft Elliot ein Pfeil, während Shepard von einem Einhorn tödlich getreten wird. Die Tiere erkennen Ridleys Trauer und erwecken Elliot sowie ihr Fohlen wieder zum Leben. Anschließend ziehen sie ab. Griff kehrt schließlich mit der Polizei zurück. Auf der Fahrt erscheinen die Einhörner erneut. Griff lässt sie zunächst passieren, doch sie erkennen die gefesselten Kintners auf der Rückbank. Daraufhin rammen sie den Streifenwagen von einer Uferstraße. Schließlich zeigt der Abspann den Wandteppich, auf dem die Ereignisse bereits abgebildet sind.

Filmkritik und Fazit zum Film „Death of a Unicorn“

Alex Scharfman verfolgt in seinem Regiedebüt zwei Ziele zugleich, Klassensatire und Kreaturenhorror. „Death of a Unicorn“ gelingt beides nur in einzelnen Abschnitten. Larry Fongs Kamera hält das Anwesen in gedämpftem Licht, was dem Kreaturendesign nur selten zugutekommt. Paul Rudd bringt eine Leichtigkeit mit, die zu Elliots Entscheidungen bald nicht mehr passen will. Jenna Ortega trägt die moralische Achse des Films und hält sie erstaunlich stabil. Will Poulter gibt seinem Shepard eine Rücksichtslosigkeit, die jede seiner Szenen beschleunigt. Anthony Carrigan zieht als Butler Griff mit sparsamer Mimik die Aufmerksamkeit auf sich.

Das Tempo hängt in der Mitte durch. Über weite Strecken debattiert eine Familie darüber, was mit dem Fund geschehen soll. Diese Wortwechsel wiederholen ihre Positionen, ohne sie zuzuspitzen. Die Ankunft des ausgewachsenen Tieres beim Transport gehört zu den besten Einfällen des Films. Ebenso der Moment, in dem eine Berührung am Horn einer Figur den Blick auf etwas Größeres öffnet. Der Score von Dan Romer und Giosuè Greco arbeitet solide, ohne Akzente zu setzen. Erst im letzten Viertel schaltet die Inszenierung in den Modus, den die Prämisse von Anfang an verlangt hätte.

Für Freunde der Horrorkomödie bleibt ein zwiespältiges Angebot. Wer Creature Features mit deftigen Effekten sucht, muss sich lange gedulden und bekommt dann eine kurze Entschädigung. Die Satire auf superreiche Familien fällt zahmer aus, als das Sujet erlaubt hätte. Sehenswert sind Jenna Ortega, Will Poulter und Anthony Carrigan. Wer sich an einem mordenden Fabelwesen erfreuen kann, findet in den letzten zwanzig Minuten seinen Film. Für alle anderen bleibt eine reizvolle Idee mit halber Einlösung.

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