Meg

Der Megalodon gilt seit Jahrmillionen als ausgestorben, das Kino holt ihn regelmäßig zurück. „Meg“ tut das mit dem Budget eines Sommerblockbusters und dem Personal einer Forschungsstation. Jon Turteltaub inszenierte den Science-Fiction-Actionfilm 2018 nach dem Roman Meg: A Novel of Deep Terror von Steve Alten. Die Produktion entstand als chinesisch-amerikanische Koproduktion, vertrieben von Warner Bros. Entertainment. Gedreht wurde ab dem 13. Oktober 2016 in Auckland und bis zum 4. Januar 2017 in Sanya auf Hainan. In Deutschland startete der Film am 9. August 2018.

Meg
Dauer: 113 Min.
FSK: ab 12 Jahren
Jahr:
Regie: Jon Turteltaub
Produzenten: Lorenzo di Bonaventura, Belle Avery, Colin Wilson
Hauptdarsteller: Jason Statham, Li Bingbing, Rainn Wilson
Nebendarsteller: Ruby Rose, Winston Chao, Cliff Curtis
Studio: Warner Home Video
Sprachen: Deutsch, English

Jetzt online anschauen

Jason Statham spielt den Tiefseeretter Jonas Taylor, Li Bingbing die Ozeanologin Suyin. 113 Minuten dauert der Film, die FSK gab ihn ab zwölf Jahren frei. Harry Gregson-Williams schrieb die Musik, aufgenommen in der Synchron Stage Vienna. Rainn Wilson, Ruby Rose, Cliff Curtis und Winston Chao gehören ebenfalls zur Besetzung. Tom Stern stand hinter der Kamera, der Film lief auch in 3D und im IMAX-Format. Was passiert, wenn Forschung eine Grenze überschreitet, die vorher niemand gesehen hat?

Besetzung, Drehorte & Infos

Der Science-Fiction-Actionfilm „Meg“ entstand 2018 in den Vereinigten Staaten und trägt im Original den Titel „The Meg“. Regie führte Jon Turteltaub, das Drehbuch schrieben Dean Georgaris sowie Jon und Erich Hoeber. Grundlage war der Roman Meg: A Novel of Deep Terror von Steve Alten. Die Musik komponierte Harry Gregson-Williams und ließ sie in der Synchron Stage Vienna einspielen. Tom Stern führte die Kamera, den Schnitt übernahm Steven Kemper. Vertrieben wurde der Film von Warner Bros. Entertainment. Die Laufzeit beträgt 113 Minuten.

Jason Statham steht als Jonas Taylor im Zentrum, ein Rettungstaucher, den ein Einsatz Jahre zuvor aus der Bahn geworfen hat. Li Bingbing spielt die Ozeanologin Suyin, die zweite tragende Rolle des Films. Winston Chao, Rainn Wilson und Cliff Curtis gehören zur Besatzung der Forschungsstation und zu ihrem Umfeld. Ruby Rose, Page Kennedy und Shuya Sophia Cai vervollständigen das Ensemble. Die Besetzung spiegelt die chinesisch-amerikanische Herkunft der Produktion. Die deutsche Synchronisation entstand bei der RC Production in Berlin. Dialogbuch und Dialogregie verantwortete Sven Hasper.

Die Dreharbeiten begannen am 13. Oktober 2016 in Auckland in Neuseeland. Beendet wurden sie am 4. Januar 2017 in Sanya in der chinesischen Provinz Hainan. Das Spezialeffekte-Team entwarf nicht nur den prähistorischen Riesenhai, sondern auch die Unterwasserschichten samt Korallenriffen und Luftblasen. Der Film lief in 3D und im IMAX-Format. Die FSK gab ihn ab zwölf Jahren frei. Die Fortsetzung „Meg 2: Die Tiefe“ kam am 3. August 2023 in die deutschen Kinos, einen Tag später in die amerikanischen.

Inhalt & Handlung vom Film „Meg“

Ein Atom-U-Boot liegt gesunken auf dem Meeresgrund, während Seeleute darin gefangen sind. Jonas Taylor gehört zum Rettungsteam und sieht dabei, wie eine unbekannte Kreatur den Rumpf beschädigt. Schließlich entscheidet er, zwei Männer zurückzulassen, weil er den Tod aller fürchtet, falls er länger wartet. Kaum sind die anderen aufgetaucht, explodiert das Boot. Taylor berichtet anschließend von einem riesigen Meerestier. Sein Kollege Dr. Heller weist die Darstellung jedoch zurück und diagnostiziert stattdessen eine druckbedingte Psychose. Für den Verlust der Freunde macht Heller deshalb ihn verantwortlich. Jahre später trifft der Milliardär Jack Morris in der Unterwasser-Forschungseinrichtung Mana One ein, die er finanziert hat. Dort überwachen Dr. Minway Zhang und seine Tochter Suyin, eine Ozeanologin, eine Mission in einen tieferen Abschnitt des Marianengrabens.

Eine Wolke aus Schwefelwasserstoff verdeckt diesen Abschnitt bislang, weshalb er weitgehend unerforscht geblieben ist. Ein Tauchboot mit Lori, Toshi und The Wall bricht schließlich dorthin auf. Lori ist zugleich Taylors Ex-Frau. Die Mission verläuft zunächst planmäßig, doch dann trifft eine sehr große Kreatur das Schiff. Kurz darauf reißt der Kontakt zur Mana One ab. James Mackreides, genannt Mac, schlägt deshalb vor, Taylor für die Rettung zu holen. Gegen Dr. Hellers Einwände reisen Zhang und Mac daraufhin nach Thailand und rekrutieren ihn. Suyin versucht unterdessen, die Rettung allein durchzuführen. Dabei greift ein riesiger Tintenfisch ihr Boot an, doch kurz bevor es zerbirst, tötet ein massiver Hai den Angreifer. Schließlich erreicht Taylor das eingeschlossene Tauchboot. Als der Hai zurückkehrt, schließt Toshi jedoch die Luke von innen und opfert sich, damit Taylor, Lori und The Wall rechtzeitig ablegen können.

Ein Riese aus der Tiefe

Zurück auf der Mana One erkennt die Crew, dass es sich um einen Megalodon handelt, den größten bekannten Hai und seit Millionen Jahren als ausgestorben geführt. Suyins Tochter entdeckt das Tier hinter der Aussichtsplattform. Kurz darauf sehen Suyin und Taylor, wie es einen Wal frisst. Die Besatzung vermutet, dass der Hai durch ein Loch in der Thermokline aus dem Tiefseegraben entkommen konnte. Deshalb verfolgen sie ihn und wollen ihn vergiften. Suyin injiziert Etorphin, wird dabei jedoch verletzt. Taylor rettet sie.

Taylor bezweifelt anschließend, dass der getötete Hai der gesuchte Megalodon war. Kurz darauf erscheint ein deutlich größeres Tier. Es verschlingt den kleineren Hai, tötet mehrere Crewmitglieder und bringt das Boot zum Kentern. Die Überlebenden kehren zur Mana One zurück. Morris behauptet, lokale Regierungen und Seestreitkräfte informiert zu haben. Trotzdem versucht er heimlich, den Megalodon selbst zu töten. Der Plan scheitert, und Morris wird zusammen mit einem Walkadaver verschlungen.

Die Crew erkennt nun, dass keine Regierung verständigt wurde. Währenddessen steuert der Megalodon auf die Sanya Bay zu und greift Badegäste an. Mit einem Walruf lockt die Mana One das Tier weg. Torpedos bleiben wirkungslos, während Taylors Tauchboot beschädigt wird. Schließlich verletzt er den Hai mit Wrackteilen und rammt ihm eine Harpune ins Auge. Andere Haie greifen den blutenden Megalodon an, bis er stirbt. Suyin evakuiert die übrigen Überlebenden. Am Ende denken sie und Taylor über Urlaub nach.

Filmkritik und Fazit zum Film „Meg“

Meg“ hat ein Konzept, das sich in einem Satz erzählen lässt, und einen Regisseur, der es genau so behandelt. Jon Turteltaub inszeniert routiniert, ohne Ecken und ohne Risiko. Tom Sterns Kamera liefert saubere, sehr helle Bilder, in denen selbst die Tiefsee wirkt wie ein gut ausgeleuchtetes Studio. Jason Statham trägt die Hauptrolle mit trockener Ironie und deutet an, dass er den Unfug durchschaut. Li Bingbing bekommt für ihre Figur wenig Material und macht daraus mehr, als das Drehbuch vorsieht. Die Effekte für den Megalodon überzeugen, die Umgebungen mit Korallenriffen und Luftblasen ebenso. Harry Gregson-Williams‘ Musik arbeitet mit den bekannten Signalen des Genres.

Das Tempo bleibt über 113 Minuten gleichmäßig, was dem Film schadet. Der stärkste Moment gehört einem Kind, das an einer Aussichtsscheibe steht und im Dunkel etwas vorbeiziehen sieht, ohne dass ein einziger Schnitt nachhilft. Ähnlich funktioniert der Auftakt im gesunkenen U-Boot, wo Enge und Geräusche mehr leisten als jede spätere Attacke. Danach verlagert sich fast alles an Deck und in die Station. Der Tonfall schwankt zwischen Katastrophenernst und Selbstironie, ohne sich für eine Richtung zu entscheiden. Die Freigabe ab zwölf Jahren erklärt, warum die Angriffe erstaunlich unblutig ausfallen. Wer Schrecken erwartet, bekommt eine gut gelaunte Materialschlacht.

Für Freunde großer Monsterfilme lohnt sich der Film als Sommerunterhaltung ohne Anspruch. Jason Statham allein trägt weite Strecken, und die Bilder des Riesenhais sind ihr Geld wert. Wer echten Schrecken sucht, greift besser zu härteren Vertretern des Genres. Als Familienabend mit Popcorn funktioniert die Sache dagegen bestens. Die 113 Minuten vergehen zügig, ohne im Gedächtnis zu bleiben. Der Erfolg reichte für eine Fortsetzung, was über die Zielgruppe alles sagt.

X