Non-Stop
Ein Transatlantikflug von New York nach London, eine Textnachricht, eine Frist von zwanzig Minuten. „Non-Stop“ verlegt seinen Thriller in eine Kabine, aus der niemand aussteigen kann. Jaume Collet-Serra inszenierte den Film 2014, es war seine zweite Zusammenarbeit mit Liam Neeson. Das Drehbuch schrieben John W. Richardson, Chris Roach und Ryan Engle. Gedreht wurde ab dem 1. November 2012 in den York Studios in Maspeth sowie am JFK Airport. Die Premiere fand am 27. Januar 2014 in Paris statt. Das Produktionsbudget der Koproduktion betrug 50 Millionen US-Dollar.
| Dauer: | 106 Min. |
|---|---|
| FSK: | ab 12 Jahren |
| Jahr: | 2014 |
| Regie: | Jaume Collet-Serra |
| Produzenten: | John W. Richardson, Chris Roach, Ryan Engle |
| Hauptdarsteller: | Liam Neeson, Julianne Moore, Scoot McNairy |
| Nebendarsteller: | Michelle Dockery, Nate Parker, Corey Stoll |
| Studio: | Universal Pictures, Studiocanal |
| Sprachen: | Deutsch, English |
Liam Neeson spielt den Flugsicherheitsbeamten Bill Marks. Julianne Moore, Michelle Dockery und Lupita Nyong’o gehören zur Besetzung, dazu Nate Parker, Linus Roache, Scoot McNairy und Corey Stoll. 106 Minuten dauert der Film, die FSK gab ihn ab zwölf Jahren frei. John Ottman schrieb die Musik, Flavio Labiano führte die Kamera. In Deutschland lief der Thriller am 13. März 2014 an. Wem glaubt man an Bord, wenn der Verdächtige und der Ermittler dieselbe Person sind?
Besetzung, Drehorte & Infos
Der Action-Thriller „Non-Stop“ entstand 2014 als Koproduktion des Vereinigten Königreichs, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Kanadas. Regie führte Jaume Collet-Serra, das Drehbuch stammt von John W. Richardson, Chris Roach und Ryan Engle. Die Musik komponierte John Ottman, hinter der Kamera stand Flavio Labiano. Den Schnitt übernahm Jim May. Der Film markiert die zweite Zusammenarbeit von Neeson und Collet-Serra. Das Produktionsbudget lag bei 50 Millionen US-Dollar. Die Laufzeit beträgt 106 Minuten.
Liam Neeson übernahm die Hauptrolle des abgehalfterten Air Marshals Bill Marks. Julianne Moore steht ihm als zweite Hauptrolle gegenüber. Michelle Dockery, Lupita Nyong’o, Nate Parker, Linus Roache, Scoot McNairy und Corey Stoll verteilen sich auf Kabine und Besatzung. Damit versammelt der Film ein Ensemble, in dem beinahe jede Figur zum Verdächtigen taugt.
Gedreht wurde vom 1. November 2012 bis zum 2. Januar 2013, unter anderem am JFK Airport und am Long Island MacArthur Airport. Zwei Tage nach dem französischen Start lief der Film in den USA an und spielte am Eröffnungstag über zehn Millionen Dollar ein. Nach dem ersten Wochenende standen 28,9 Millionen Dollar aus 3090 Kinos zu Buche. Weltweit kam der Film auf 222,8 Millionen US-Dollar. Der deutsche Kinostart war am 13. März 2014. Die FSK gab ihn ab zwölf Jahren frei.
Inhalt & Handlung vom Film „Non-Stop“
Bill Marks ist Flugsicherheitsbeamter und auf einem Flug von New York nach London eingesetzt. Kurz nach dem Start erreicht ihn jedoch über das interne Netzwerk des Flugzeugs eine Kurznachricht. Der Absender fordert 150 Millionen US-Dollar auf ein bestimmtes Konto, andernfalls werde alle zwanzig Minuten ein Passagier sterben. Deshalb prüft Marks mit Hilfe der Stewardess Nancy und der Passagierin Jen Summers die Bordkameras auf Handynutzung. Dabei fällt der Verdacht auf den zweiten Air Marshal Hammond. Marks stellt ihn daraufhin auf der Toilette zur Rede. Hammond erklärt, er brauche das Geld, und greift Marks anschließend an. Als Hammond im Handgemenge die Dienstwaffe einsetzen will, bricht Marks ihm das Genick. Genau in diesem Moment laufen jedoch die ersten zwanzig Minuten ab.
In Hammonds Aktenkoffer findet Marks anschließend Kokain. Für ihn sieht es deshalb so aus, als sollten beide Air Marshals wie Komplizen eines krummen Geschäfts wirken. Dann stellt sich allerdings heraus, dass das genannte Konto auf Marks‘ Namen läuft. Daraufhin hält ihn die Flugsicherheitsbehörde für den Erpresser. Zugleich wird sein Ton gegenüber den Passagieren gröber, sodass die Stimmung an Bord gegen ihn kippt. Bald hält ihn deshalb die halbe Kabine für einen Entführer. Zudem sterben aus zunächst unbekannter Ursache der Kapitän und ein weiterer Passagier. Während sich die Indizien verdichten, wird das Flugzeug als entführt gemeldet, nach Island umgeleitet und von zwei Eurofighter-Kampfjets eskortiert. Gleichzeitig heißt es in den an Bord empfangbaren Medien, Marks sei alkoholabhängig, womöglich IRA-Mitglied und seit dem Tod seiner Tochter psychisch labil.
Misstrauen über dem Atlantik
Der Gesprächspartner bei der Flugsicherheitsbehörde hat sein Urteil längst gefällt und lässt deshalb kein Argument mehr gelten. Marks durchsucht Hammonds Koffer erneut und findet dabei im Kokain eine versteckte Bombe. Als er die Passagiere warnen will, gehen einige auf ihn los. Erst Tom Bowen verschafft ihm Gehör, sodass Marks die Kabine von seiner Unschuld überzeugen kann. Da er den Sprengsatz nicht entschärfen kann, platziert er ihn im hinteren Teil des Flugzeugs und dämmt ihn mit Gepäck. Dadurch soll die Wucht nach außen abgeleitet werden. Trotz der Warnungen der Kampfjets folgt der Co-Pilot Marks‘ Anweisung und bringt die Maschine auf 8000 Fuß.
Eine Explosion hätte dort deutlich geringere Folgen als auf 20.000 Fuß. Schließlich bringen Videoaufnahmen Marks auf die Spur der Täter. Einer von ihnen ist ausgerechnet Tom Bowen. Dieser verlor seinen Vater bei den Anschlägen vom 11. September 2001 und gibt den amerikanischen Sicherheitsorganen die Schuld. Gemeinsam mit einem Komplizen will er deshalb per Fallschirm abspringen und anschließend das Flugzeug explodieren lassen. Die Öffentlichkeit soll glauben, Marks habe die Maschine gesprengt. Dadurch wären sowohl das Geld erpresst als auch die Air Marshals diskreditiert.
Mit Hilfe des New Yorker Polizisten Reilly gelingt es Marks schließlich, Bowen und dessen Komplizen auszuschalten. Dennoch detoniert die Bombe und beschädigt das Flugzeug schwer. Der Co-Pilot landet die Maschine jedoch auf dem Flughafen Keflavík in Island, wobei keine weiteren Menschen sterben. Während die Passagiere überleben, wird Marks in den Medien vom Verdächtigen zum Helden. Schließlich entschuldigt sich auch der Gesprächspartner der Flugsicherheitsbehörde. Marks hat damit nicht nur den Anschlag verhindert, sondern zugleich sich selbst zurückgewonnen.
Filmkritik und Fazit zum Film „Non-Stop“
Jaume Collet-Serra baut „Non-Stop“ als Kammerspiel, das nur so tut, als wäre es ein Actionfilm. Der Schauplatz misst wenige Quadratmeter, und genau daraus bezieht der Film seine Wirkung. Flavio Labianos Kamera bewegt sich eng an den Körpern durch den Gang und macht die Enge körperlich spürbar. Liam Neeson spielt den Air Marshal als Mann, dessen Autorität mit jeder Minute weiter abbröckelt. Julianne Moore bekommt wenig Text und viel Nebenbedeutung. Das Drehbuch von Richardson, Roach und Engle verzichtet fast vollständig auf Vorgeschichten. John Ottmans Musik bleibt unauffällig und arbeitet vor allem mit Flächen.
Das Tempo zieht früh an und lässt bis zur Landung kaum nach. Zwei Passagen zeigen, wie präzise der Film gebaut ist. Die Textnachrichten, die als Einblendungen über die Kabine wandern, verwandeln ein Mobiltelefon in eine Waffe. Ebenso wirkungsvoll ist die Szene, in der ein einzelner Mann sich vor hundert Fremden erklären muss und dabei jeden Satz falsch setzt. Die Auflösung fällt gegen diese Anlage deutlich ab, weil das Motiv zu bequem nachgeliefert wird. Auch die wenigen Effekte im Finale passen nicht zur nüchternen Machart. Wer den Weg mag, muss das Ziel nicht mögen.
Für Freunde klassischer Rätselthriller lohnt sich der Film uneingeschränkt. Wer eine Prügelei über den Wolken erwartet, liegt falsch, denn hier wird vor allem geredet und beobachtet. Liam Neeson trägt die 106 Minuten mit einer Erschöpfung, die der Figur guttut. Die Auflösung sollte man nicht zu genau prüfen. Als Spannungsstück auf engstem Raum funktioniert der Thriller ausgezeichnet. Die Freigabe ab zwölf Jahren passt zur eher zurückhaltenden Gewaltdarstellung.

